Erfahrungsberichte über den Cannabis-Entzug

Wenn du mit dem Kiffen aufhören willst, hilft es oft am meisten, von Menschen zu lesen, die genau das schon hinter sich haben. Genau dafür war diese Seite immer gedacht.

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Wichtig ist uns dabei vor allem eins: echte Erfahrungen von echten Menschen. Denn gerade wenn man selbst noch mitten im Entzug steckt, kann es unglaublich viel Mut machen, zu sehen, dass andere diesen Weg auch geschafft haben. Wenn du dich zusätzlich informieren willst, findest du auch im Beitrag Das passiert, wenn du nicht mehr kiffst einen guten Überblick darüber, was sich nach dem Aufhören verändern kann.

Erfahrungen aus der Community

Hallo Leute 🙂

Ich möchte heute meine Erfahrung mit euch teilen, um euch von dem Holzweg abzuhalten, auf dem ich war. Ich studiere und arbeite nebenbei noch. Das Kiffen hat mich langsam gemacht und ich hatte Probleme, im Studium mitzukommen.

Generell fiel es mir schwer, mich zu motivieren. Ich hatte die Hoffnung, dass es mir leichter fallen würde, alles zu schaffen, wenn ich nicht mehr kiffe. Also habe ich mich im Internet informiert, das Video zur Entzugskur gesehen, mich entschlossen, sie zu kaufen und umzusetzen. Allerdings habe ich – und das meinte ich anfangs mit „Holzweg“ – das Ganze nur halbherzig umgesetzt.

Ich plante erstmal, den Konsum zu reduzieren. So funktioniert es jedoch leider nicht. Ich habe den Prozess des Entzugs, der ohnehin recht lange dauert, dadurch nur unnötig verlängert und erschwert. Es war ein Auf und Ab. Ich habe ein paar Tage lang die Finger vom Gras gelassen, war dann aber total fertig und gestresst und hab mir einen kleinen gegönnt. Das ging dann immer wieder so und ich hab letztlich wieder so gekifft wie zuvor. Logischerweise war ich nach einiger Zeit wieder am selben Punkt wie vorher.

Etwas musste passieren, damit ich mein Studium nicht in den Sand setze oder einfach ewig studiere. Ich versuchte den Entzug erneut. Diesmal jedoch genau so, wie es mir in dem Kurs erklärt wurde. Es hat diesmal funktioniert, indem ich mich ganz auf das Aufhören konzentriert habe. Das hört sich immer so leicht an, aber ganz ehrlich – es war dreckig.

Ich habe mich in meinem Körper unwohl gefühlt, weil ich geschwitzt und gestunken habe, die Nächte waren eine Katastrophe und ich konnte nicht vernünftig denken. Ich habe sogar einige Prüfungen deshalb vermasselt.

Ich musste mich dringend mit mir selbst beschäftigen, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Man macht sich doch auf Dauer sonst nur kaputt. Die Prüfungen kann ich nachholen und dann richtig durchstarten. Ich bin noch nicht ganz darüber weg, es fällt mir alles noch ziemlich schwer.

Aber es hat sich definitiv gelohnt, diese Zeit zu opfern, um für eine bessere Zukunft zu sorgen. In diesem Sinne: Zieht es durch und bleibt gesund.

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