So laufen die 3 Phasen des Cannabis-Entzugs ab

Die Erklärung der 3 Phasen

Nach der optimalen Vorbereitung geht es nun darum, die 3 Phasen des Cannabis-Entzugs zu verstehen! Die Vorbereitung bringt dir nichts, wenn du nicht nachvollziehen kannst, warum du dich am Anfang, in der Mitte und am Ende des Cannabis-Entzugs komplett unterschiedlich fühlst. Sobald du das verstanden hast, wird die Angst vor dem Ungewissen und der neuen Situation verfliegen und du bist auf alles vorbereitet!

Was sind die 3 Phasen des Cannabis-Entzugs?

Die 3 Phasen des Cannabis-Entzugs sind Zeiträume während des Entzugs, in denen du unterschiedlich fühlst, denkst und das Leben wahrnimmst. Die 3 Phasen bestehen aus der Entgiftungsphse (ca. Tag 1-5), der Bewältigungsphase (ca. Tag 5-21) und der Realisationsphase (ca.Tag 21-49).

Wie lange dauern die 3 Entzugsphasen?

Die 3 Phasen des Cannabis-Entzugs dauern im Durchschnitt sieben Wochen. Es kommt natürlich darauf an, wie viel und wie lange du schon kiffst. Zusätzlich spielen auch Faktoren wie dein Stoffwechsel eine Rolle und wie du aktiv dazu beiträgst, das THC schneller aus deinem Körper zu bekommen.

Die 3 Phasen treffen nicht bei Kiffern ein, die erst seit kurzem regelmäßig Cannabis konsumieren. Die Begeisterung der 3 Phasen ist nur bei Dauerkiffern groß, die mindestens 3 Jahre regelmäßig gekifft haben.

Wenn du deinen Stoffwechsel täglich anregst, kannst du auch schon vor den 7 Wochen wieder ausgeglichen durchs Leben gehen. Das liegt ganz bei dir und deinem Willen, wie stark du den Entzug verkürzen willst.

Um herauszufinden, ob du kein THC mehr im Körper hast, kannst du einfache Drogentests online bestellen und zur Überprüfung verwenden.

Die 3 Phasen des Cannabis-Entzugs

Wie laufen die einzelnen Entzugsphasen ab?

Bevor ich dir die 3 Phasen des Entzugs genauer erkläre, musst du folgendes verstehen: Jeder Kiffer ist anders und folgende Faktoren spielen eine Rolle:

Diese Faktoren sind entscheidend für die folgenden Besonderheiten, die während der 3 Entzugsphasen auftreten können. Daher können die Besonderheiten bei starkem oder minimalem Konsum abweichen. Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass es aber kaum jemanden gibt, der die 3 Phasen nicht als optimalen Leitfaden während des Entzugs ansieht.

Als ich nach knapp 12 Jahren mit dem Kiffen aufgehört habe, konnte ich fast die Uhr danach stellen. Die 3 Phasen des Cannabis-Entzugs waren die Rettung für mich, weil ich endlich wusste, was wann passiert. So konnte ich mich darauf einstellen und bin endlich nicht mehr rückfällig geworden. Das ist ja meistens der Grund, warum viele während des Entzugs aufgeben. Man weiß nicht, warum man sich so fühlt, wie man sich fühlt und ist mit der Situation überfordert.

Die Entgiftungsphase (Phase 1 | ca. Tag 1-5)

Die Entgiftungsphase beginnt an dem Tag, nachdem du das letzte Mal Marihuana konsumiert hast. In dieser Phase passieren viele Dinge in deinem Kopf, jedoch noch mehr in deinem Körper. Der Mythos, dass Cannabis nicht körperlich abhängig machen kann, ist einfach falsch. Wir aus dem Team haben es alle selbst erlebt und hunderte unserer Mitglieder aus der Community berichten uns dies regelmäßig.

In dieser Phase geht es grob gesagt darum, dass dein Körper kein THC mehr zugeführt bekommt und deine Rezeptoren damit völlig überfordert sind. Daraus ergeben sich vorübergehende Entzugserscheinungen.

Zudem beginnt sich dein Stoffwechsel zu verändern und das jahrelang konsumierte THC und die dazugehörigen Giftstoffe werden ab jetzt von deinem Körper versucht auszuscheiden. Daher schwitzen die meisten Ex-Langzeitkiffer in der ersten Cannabis-Entzugsphase meistens sehr stark.

Entgiftungsphase des Cannabis-Entzugs

Zu Beginn des Entzugs kannst du mit einer milden bis starken Reaktion deines Körpers rechnen. Du musst dir deshalb aber keine Sorgen machen. Das klingt alles erstmal etwas heftig, aber es ist nicht so schlimm, wie es klingt.

Körperlich hast du das Schlimmste nach durchschnittlich 5 Tagen hinter dir. Mit rezeptfreien Präparaten, Hausmitteln und Tipps kannst du das Schwitzen und auch die ca. 40 anderen möglichen Entzugserscheinungen reduzieren oder auch komplett verschwinden lassen. Wie das funktioniert, erklären wir dir in der Entzugskur.

Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber ich weiß, dass es anders werden muss, wenn es besser werden soll.

Die Bewältigungsphase (Phase 2 | ca. Tag 5-21)

Die Bewältigungsphase (Depressionsphase) beginnt im Durchschnitt mit dem 5. Tag nach dem letzten Joint.

Sie war für mich die schwierigste Phase, weil ich psychisch einiges verarbeiten musste, was ich jahrelang unterdrückt und weggekifft habe. Das kommt dann alles mit einem Mal hoch und man fühlt sich stark überfordert.

Das Gute ist, dass die körperlichen Entzugserscheinungen endlich weniger werden und das Schwitzen aufhört. Die 2. Phase ist also eine Mischung aus zunehmender psychischer Belastung und abnehmender körperlicher Belastung.

In dieser Phase des Cannabis-Entzugs geben die meisten auf. Zu anstrengend und unangenehm kann es sich anfühlen, was aber für dich keine Option sein sollte.

Wenn du diese nämlich überstanden hast, fühlst du dich wie ein neuer Mensch. Dein Selbstwertgefühl schießt nach oben, genauso wie dein Stolz über den gegangenen Weg.

Bewältigungsphase Cannabis

Das Geheimnis ist also, genau zu wissen, was passieren kann. Dadurch kannst du nicht überrascht werden und die Situation wird dich nicht überfordern. Du musst dich nämlich nicht nur mit angestauten Problemen beschäftigen.

Das sind nur einige von vielen möglichen Entzugserscheinungen, die dich während der 2. Phase begleiten können. Vielleicht hast du ja Glück und bist eine/r von denen, die nur ein paar unruhige Nächte haben und etwas schwitzen. Das wirst du leider erst herausfinden, wenn du loslegst.

Wenn du es nicht darauf ankommen lassen willst, dann informiere dich frühzeitig. Die richtige Vorbereitung und das Wissen über jede mögliche Entzugserscheinung und Besonderheit ist der Schlüssel, um mit dem Kiffen erfolgreich aufzuhören.

Die Realisationsphase (Phase 3 | ca. Tag 21-49)

Die letzte Phase des Cannabis-Entzugs beginnt im Durchschnitt ab Woche 3! Die Realisationsphase ist definitiv die angenehmste der 3 Phasen! Körperliche Entzugserscheinungen sind ab diesem Zeitpunkt in den meisten Fällen nicht mehr vorhanden. Jetzt spielt sich alles nur noch im Kopf ab. Es ist aber nicht nur wie in der 2. Phase, wo du mit psychischen Entzugserscheinungen zu kämpfen hast. Hier geht es mehr darum, den Kopf zu ordnen und Perspektiven zu schaffen.

Du musst dein Leben neu strukturieren und planen. Es bringt dir nämlich nichts, clean zu werden und genauso weiterzuleben wie vor dem Entzug. Solltest du nichts ändern, wirst du früher oder später höchstwahrscheinlich wieder in alte Gewohnheiten zurückfallen. Jetzt geht es darum, dich neu zu erfinden und mit deiner Vergangenheit abzuschließen.

Dazu haben wir in unserem Onlinekurs den YouTuber Janis Gatzemeier für unser Projekt gewinnen können. Er erklärt dir, wie du dein neues Leben strukturierst und deine geplanten Veränderungen erfolgreich umsetzt. Zudem solltest du dir über deine Ziele und dein Umfeld Gedanken machen.

Wie kann ich die 3 Phasen des Cannabis-Entzugs verkürzen?

Diese Methoden beschleunigen den THC-Abbau:

Cannabis-Phasen verkürzen

Folgende Methoden funktionieren nicht:

Cannabis-Phasen verkürzen

Ab wann fühle ich mich wieder gut?

Obwohl THC-Rückstände (THC-COOH) bis zu 3 Monate im Blut nachgewiesen werden können, nehmen diese in der Regel nicht so lange Einfluss auf dein Wohlbefinden.  Sich wieder ausgeglichen zu fühlen, ist im Durchschnitt nach 7 Wochen der Fall.

Tatsächlich gibt es aber manche Langzeitkiffer, die durch ihren sehr guten Stoffwechsel schon nach einigen Tagen wieder ausgeglichene und gute Laune haben.

Leider gibt es auch Betroffene, die länger als 7 Wochen brauchen, um sich allgemein gut zu fühlen.

Spätestens nach 12 Wochen sollte aber wirklich jeder wieder eine Grundzufriedenheit verspüren, die durch THC Rückstände nicht mehr beeinflusst ist.

Entzugsphasen überstehen

Warum fühle ich mich nach den 3 EntzugsPhasen nicht besser?

Wenn du dich nach 12 Wochen immer noch schlecht oder depressiv fühlst, dann hat das in den meisten Fällen nichts mehr mit dem Cannabis-Entzug oder den THC-Rückständen an sich zu tun.

Langjähriger Konsum von starkem oder verunreinigtem Marihuana in Kombination mit den dadurch entstandenen negativen Lebensumständen können zu psychischen Erkrankungen führen und müssen von einem Facharzt behandelt werden. Es liegen wahrscheinlich tiefere Probleme vor, die nicht durch einen THC-freien Körper und Geist behoben werden können.

Fazit zu den 3 Entzugsphasen

Die 3 Phasen des Cannabis-Entzugs dauern durchschnittlich 7 Wochen und können sich durch die oben angegebenen Faktoren verkürzen oder auf maximal 12 Wochen ausdehnen. Wenn man die Besonderheiten der verschiedenen Phasen kennt und auf alle Entzugserscheinungen vorbereitet ist, ist der Entzug mit ein wenig Willenskraft relativ einfach zu überstehen. 

Hausmittel und rezeptfreie Präparate gepaart mit umfangreichem Wissen sind der Schlüssel zum Erfolg und zum selbstbestimmten Leben! Lass uns in den Kommentaren wissen, welche Phase für dich die spannendste wird und wann du mit dem Cannabis-Entzug starten willst.

Wenn du es schon getan hast, dann wird der 4. und letzte Teil der Spannendste. Es geht darum, während der 3 Phasen des Cannabis-Entzugs und auch danach nicht rückfällig zu werden.

Melli

Über die Autorin

Hi, ich bin Melli und seit 2022 mit dabei. Ich habe es durch die Entzugskur geschafft, mit dem Kiffen aufzuhören. Jetzt will ich anderen helfen, mehr über den Entzug und den Konsum zu erfahren. Bewertungen und Feedback in den Kommentaren würde ich toll finden!

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4 Kommentare

  1. Hey. Mein Name ist Dennis und ich Kiffe seitdem ich 16 bin ( Mittlerweile sind es 7 Jahre ). Ich habe vor 4 Tagen aufgehört und habe am Tag 5-6 G geraucht !! Ich weis es ist unglaublich und ich selbst bin mir bewusst, dass es mehr ist, als viele andere zu sich nehmen bzw. nahmen. Ich war selbstständig und habe wegen meines hohen Einkommens, 1KG Vakuumverpacktes HAZE im Schrank gehabt. Wenns leer war, habe ich mir sofort neues besorgt. Mittlerweile sitze ich hier und sehe Kommentare wie: „Grass ist heilend oder hat eine heilende Wirkung“. Es stimmt teilweise! Wir reden hier von „unsauberes Grass“, welches wir alle 100% zu uns nahmen. Ich bin in einem Ghetto aufgewachsen und kenne unzählig viele Ticker, die sehr eng mit mir im Kontakt sind. Sie wissen meistens selbst gar nicht, was drinnen steckt, wenn sie es vom „Großhändler“ abholen! Wenn es um reines Grass geht (Medizinisches , welches echt sehr rein ist) habt ihr recht. Da wir aber wahrscheinlich BZW die meisten nur gestrecktes Zeug zu uns nahmen, bezweifele ich, dass es gut ist oder war. Ich weis es sind nicht viele Tage vergangen aber iwann im Leben kommt ein Zeitpunkt, wo man darüber nachdenkt, was man tut, getan hat oder warum. Ich würde vorschlagen, auf eigener Art und Weise damit klarzukommen. Jeder Körper reagiert anders auf die Abbauphase von THC! Was dem einen passiert, passiert dir nicht gleich auch. Will keinen was beibringen. Die meisten sind älter oder haben länger geraucht aber öffnet eure Augen! Ich habe NIEMALS was gegen Kiffer oder gegen Leute die es mögen. Ich habe es sehr gemocht und mag es trotzdem, auch wenn ich mir selbst geschworen habe, es nie mehr zu tun. Ich selbst habe mit Liebe zu mir selbst aufgehört. Wenn du aufhören willst, dann sofort und nicht mit den Worten ah noch einen oder morgen Abend. Ich spreche aus Erfahrung durch meinen hohen Konsum. Es schadet deinem denken, man nimmt gar nichts ernst, ausreden werden erfunden, um sich rauszureden. Wir kennen das alle. Wer hier nein sagt lügt oder ist einer von wenigen, bei dem es nicht zutrifft. Ich habe in den letzten 4 Tagen mehr erreicht und erledigt, als in 2-3 Jahren. Ich verschob alles (wichtige Termine, Freunde, Leute die ich lange kenne) und wurde außerdem nicht mehr high, auch wenn’s immer nen purer 0.6G Joint war. Krass oder? Du schaffst es auch !!! Glaub an dich, glaub an deine innere Stärke und zieh es verdammt nochmal durch! Die Leute die mit dir geraucht haben oder weiterrauchen, würden sich wünschen, wie du zu denken. Die meisten sind Seelisch sehr schwach und deshalb, greifen sie immer wieder erneut zu Cannabis. Ich weis es ist ein zu leckerer Geschmack, es macht spaß, Frauen aufreißen usw. aber das ist nicht der Sinn des Lebens. Jeder Mensch ist sein eigener Herr und auch du hast die Kraft dazu. Das einzige was alle aufhält, ist die Angst, was danach passieren könnte oder wie man damit klar kommen sollte. Negativ denken zieht dich runter! Negatives denken verbessert nichts ! Sich selbst runterzuziehen sowieso nie ! Ich wünsche jedem, der es versucht (auch die die weiterkiffen) sehr viel Erfolg und ich hoffe wirklich vom Herzen, dass dieser Post der mir aus der Seele kam, keinen trifft oder sonstiges. Will echt nur meine Erfahrung loswerden und meine eigene Meinung dazu äußern. Du entscheidest wann du was bist. Kein andere! Nie wird wer kommen und dir alles schenken. Nichts ist umsonst auf dieser Welt auch nicht das Grass was du täglich kiffst. Wenn du dich selbst liebst, tu was dafür und gib deinem sauberen Ich, die Chance, dich Clean kennenzulernen. Du kannst mehr als du denkst! Wahrscheinlich sogar viel mehr. Ich glaube an jeden einzelnen von euch und wünsche euch das beste auf dem Weg zum richtigen Leben.

    MfG

    Dennis

    1. Dennis vielen lieben Dank ich wünsche dir das selbe und schaue zu dir und deine Einstellung zum Leben hinauf.
      Bin seit 3 Wochen clean vorher 3 jahre jeden Tag bong geraucht mindestens ein zwani. Davor regelmäßig joints. Schlimmste und dümmste Zeit meines Lebens. Nun muss ich durch die entzugserscheinungen um danach das wahre Leben endlich wieder kennenzulernen. Hauptsächlich fühle ich mich schwammig, unkonzentriert und schwindelig, augenprobleme kommen auch dazu. Ich jogge viel und Bade heiß weil ich denke das man es ausschwitzen kann, ob das stimmt weis ich nicht.
      LG und viel Erfolg euch allen… auf der anderen Seite des Lebens ist das Gras grüner ..

    2. Vielen, herzlichen Dank. Du hast meiner Meinung nach etwas Wichtiges verstanden, im Respekt vor der Substanz und denen, die sich damit auseinandersetzen. Das kann ich gut nehmen. Einen guten Weg, dir.

  2. *senftube aufdreh*
    Ich (50 und m) habe 6 Jahre lang jeden Tag massiv Cannabis geraucht um aus meiner Welt zu fliehen und schlafen zu können. Leider war der „glückliche“ und im Kopf freie Zustand nicht zu halten, die Mengen die ich geraucht habe waren schon ziemlich heftig im Vergleich zu heute. Eigentlich bin ich nur noch dem Gefühl der Anfangszeit hinterhergelaufen. Will sagen, psychische Probleme und Cannabis sind wirklich keine gute Kombination. Der Versuch durch Cannabis etwas zu erreichen, zu verändern im eigenen Kopfsalat, ist leider keine Gute Idee (oder Dressing).
    Der Entzug hat bei mir, mit allen Symptomen die diesem zuzuordnen waren, ca. 6 Monate gedauert. Die Schlafstörungen waren dabei das, was am längsten anhielt. Fieber, Schüttelfrost, Appetitlosigkeit und die Reinigung meiner Lunge (dunkle Punkte im Schleim nach dem abhusten) waren weitere Symptome. Ruhe in den Kopf zu kriegen, war aber tatsächlich das Schwerste für mich. Denn durch die Kifferei habe ich meine Probleme nur in die Zukunft verlagert und während des Entzugs hatte ich so meinen Kampf damit.
    Ich habe mich dennoch entschieden (nach weiteren 2 Jahren) wieder Cannabis zu rauchen, in Maßen und nicht mehr jeden Tag.

    Ich habe noch ein paar Tipps für alle Aussteiger*innen oder Pausierer *innen:

    1. Bei Unruhe im Kopf, Kopfschmerzen, Gereiztheit:
    Breathwork oder die Wim Hof Atemtechnik und kalte Duschen wirken Wunder.

    2. Schlafprobleme:
    Melatonin, 5-HTP, Magnesium, Ashwaganda oder ein Kombipräparat wie z.B. „Amino Night“ von Dr. Strunz können hier sehr gut unterstützen. Hier gilt probieren, geht über studieren…
    Schafft euch eine Schlafroutine an, ca. 2 Stunden vorm zu Bett gehen blaues Licht meiden (TV, Handy, Tablette etc.), das Licht in den Räumen auf ein Minimum dimmen (Kerzen?) und vll. Meditation.
    Meditation ist nicht deins? Dann versuche es mit Breathwork, progressiver Muskelentspannung, beten oder oder oder… es gibt unzählige Möglichkeiten der inneren Einkehr, du musst nur etwas passendes finden!
    Und noch was, Sex (auch alleine) ist ein sehr gutes Schlafmittel. Aber nehmt, wenn ihr sie nehmt, die Präparate hinterher!

    3. Ich kriege NICHTS zu Essen runter!
    Ich habe unfreiwillig knapp 15kg in dieser Zeit verloren und nach einer Lösung gesucht.
    Dein Körper braucht Proteine, sonst baust du heftigst ab. Es gibt Knochenbrühe (z.B. BROX sehr lecker) die warm gemacht und langsam geschlürft wahre Wunder wirkt. Für Veganer habe ich leider keine selbst getestete Lösung, ausser vielleicht Protein Puddings?

    4. Schwitzen? Schwitzen!
    Geht raus, lauft, rennt, joggt, schwimmt, fahrt Rad, macht Kraftsport für mindestens 30min/Tag. Völlig egal was, aber bewegt euch. Aber (ACHTUNG!!!), darauf achten, dass ihr 3-4 Stunden vorm zu Bett gehen keinen Sport mehr macht.
    Der Sport regt den Stoffwechsel an und ein erhöhter Stoffwechsel führt zu einer schnelleren Ausscheidung der THC „Reste“.
    Sport regt wiederum den Hunger an usw…
    Aber bitte achtet darauf euch nicht zu überfordern, ein Übertraining ist kontraproduktiv.
    Du glaubst du kannst kein Sport machen, weil du dich viel zu schlapp und krank fühlst? Glaub mir, ich dachte ich müsste sterben in der ersten Woche und bin dennoch raus und gelaufen, von Joggen keine Spur, ich bin einfach nur spazieren gegangen… jede verdammte Art der Bewegung hilft.

    5. Ich werde mitten in der Nacht wach und kann nicht weiterschlafen.
    Ich hatte in den ersten Nächten so im Schnitt 2-4 Stunden Schlaf.
    NICHT liegenbleiben, Grübeln macht NICHTS besser. Aufstehen und den vermissten Schlaf innerlich auf die nächste Nacht legen, hinterher trauern bringt nichts und sich verrückt machen auch nicht. Irgendwann kommen ein paar Stunden mehr Schlaf, aber es kann auch wieder weniger werden, hier war für mich der Geduldsfaden am weitesten strapaziert. Ich habe diese Zeit in aller Herrgotts Frühe genutzt um zu meditieren und mich zu dehnen und habe Podcasts über alles mögliche in dieser Zeit gehört. Ich habe ausschliesslich ruhige Dinge getan und irgendwann empfand ich diese Zeit als Segen, denn ich hatte ja plötzlich zusätzliche Zeit die es zu nutzen galt.

    6. Der Kopf will einfach nicht sein Maul halten!
    Ich habe während des Entzugs und darüber hinaus ein Tagebuch geschrieben und alles aufgeschrieben was mir durch den Kopf ging und was verarbeitet werden wollte. Schreiben befreit, denn während des Schreibens ist man auf etwas fokussiert und das reduziert die Grübelei. Das immer mal wieder zu lesen, hilft mir dabei das durchlebte nicht zu vergessen…

    7. Routinen sind wichtig.
    Macht euch einen zeitlichen Plan für alles, auch für eure Freizeit. Macht Pläne für den nächsten Tag. Aufstehen, Zähneputzen, Kaffe machen usw… Das lenkt vom Grübeln ab und lässt euch einfacher durch schlaflose Zeiten gehen.

    Ihr schafft das!

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