Die Hauptwirkung von Cannabis ist für viele erstmal ein entspannter, euphorischer oder enthemmter Zustand. Genau deshalb wird es so oft verharmlost. Trotzdem gibt es immer wieder Berichte über Angstzustände, Kreislaufprobleme, Psychosen oder langfristige Veränderungen durch regelmäßigen Konsum. Der Grund ist einfach: Jeder Mensch reagiert anders auf THC und andere Cannabinoide. Außerdem spielen Menge, Häufigkeit, THC-Gehalt, Alter und psychische Veranlagung eine große Rolle. Kurzfristig kann Cannabis unter anderem Reaktionszeit, Koordination, Gedächtnis und Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigen. Langfristig wird es mit Problemen bei Aufmerksamkeit, Lernen, Schlaf, psychischer Gesundheit und Atemwegen in Verbindung gebracht.

Wichtig ist dabei: Nicht jede dieser Nebenwirkungen muss bei jedem auftreten. Manche Menschen haben nur wenige Probleme, andere reagieren deutlich empfindlicher. Gerade bei regelmäßigem Konsum, hochpotentem Cannabis oder psychischer Vorbelastung steigt das Risiko für unangenehme oder sogar ernste Folgen. Wenn du dir erstmal einen Überblick über die allgemeinen körperlichen Folgen verschaffen willst, lies auch Auswirkungen von Cannabis auf den Körper.

Kurzfristige Nebenwirkungen durch Cannabis

Kurzfristige Nebenwirkungen treten direkt während oder nach dem Konsum auf. Viele davon hängen mit der akuten THC-Wirkung auf Gehirn, Kreislauf und Wahrnehmung zusammen. Offizielle Gesundheitsquellen nennen unter anderem verlangsamte Reaktionen, gestörte Koordination, veränderte Wahrnehmung, Gedächtnisprobleme, erhöhten Puls sowie Angst oder Paranoia als bekannte Kurzzeiteffekte. Hohe Dosen können zusätzlich Halluzinationen oder vorübergehende psychotische Symptome auslösen.

21 kurzfristige Nebenwirkungen

Psychische Nebenwirkungen

• Verlust des Kurzzeitgedächtnisses
• Schwierigkeiten beim Denken und Problemlösen
• Konzentrationsprobleme
• Überempfindlichkeit der Sinne, zum Beispiel bei Licht oder Lautstärke
• Verändertes Zeitgefühl
• Paranoia
• Angstzustände
• Panikgefühle
• Innere Unruhe
• Halluzinationen bei hoher Dosis
• Verlangsamte Reaktionszeit

Körperliche Nebenwirkungen

• Trockener Mund
• Rote Augen
• Geschwollene Augenlider
• Erhöhter Puls
• Herzrasen
• Schwindel
• Plötzlicher Blutdruckabfall
• Übelkeit
• Erbrechen
• Kopfschmerzen

Wenn dich speziell die sichtbaren Zeichen interessieren, schau dir auch Rote Augen vom Kiffen an.

Langfristige Nebenwirkungen durch Cannabis

Viele problematische Folgen entstehen nicht sofort, sondern schleichend über Monate oder Jahre. Genau deshalb werden sie oft spät erkannt. Regelmäßiger Konsum wird unter anderem mit Beeinträchtigungen von Aufmerksamkeit, Lernen, Gedächtnis, Motivation und psychischer Stabilität verbunden. Außerdem kann gerauchtes Cannabis das Lungengewebe schädigen, Husten und Bronchitis fördern und Atemwege reizen. Bei jungen Menschen ist das Thema besonders sensibel, weil Cannabis direkt Hirnfunktionen beeinflusst, die für Lernen, Entscheidungen, Emotionen und Impulskontrolle wichtig sind.

22 langfristige Nebenwirkungen

Psychische Nebenwirkungen

• Regelmäßige Stimmungsschwankungen
• Unempfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen
• Anhaltende Konzentrationsprobleme
• Angstgefühle
• Depressive Verstimmungen
• Verschlechterung von Kurz- und Langzeitgedächtnis
• Sinkendes Selbstwertgefühl
• Schlechtere Stressbewältigung
• Anhaltende Paranoia
• Weniger natürliche Traumverarbeitung durch veränderten Schlaf
• Kürzere Geduldsspanne
• Psychotische Symptome oder höheres Psychoserisiko bei gefährdeten Personen
• Weniger Motivation
• Negative Grundstimmung
• Verringerte Spontanität

Körperliche Nebenwirkungen

• Atembeschwerden
• Chronischer Husten
• Höheres Risiko für Bronchitis
• Reizung der Atemwege
• Mögliche Herz-Kreislauf-Belastung
• Dauerhafte Müdigkeit
• Mögliche Verschlechterung der allgemeinen körperlichen Belastbarkeit

Wenn du das Gefühl kennst, dauerhaft müde, flach oder unmotiviert zu sein, dann lies auch Warum Kiffen müde und antriebslos macht. Und wenn du wissen willst, warum manche Menschen psychisch besonders empfindlich reagieren, passt auch Die Wahrheit über Cannabis und die Psychose dazu.

Kann durch Kiffen wirklich eine Psychose entstehen?

Cannabis verursacht nicht bei jedem Menschen automatisch eine Psychose. Aber: Es gibt solide Hinweise darauf, dass regelmäßiger Konsum – vor allem von THC-starken Produkten – das Risiko für psychotische Symptome und psychotische Erkrankungen erhöhen kann, besonders bei genetischer oder psychischer Vorbelastung. Offizielle Stellen wie NHS und NIDA weisen ausdrücklich darauf hin, dass regelmäßiger Cannabisgebrauch bei manchen Menschen das Risiko für eine psychotische Erkrankung wie Schizophrenie erhöhen kann und dass das Risiko mit höherem THC-Gehalt steigt.

Weitere Faktoren, die zusätzlich eine Rolle spielen können, sind:

• negative Lebenserfahrungen
• chronischer Stress in der Familie
• Depressionen oder Angststörungen
• andere belastende Probleme
• früher Beginn des Konsums
• hochpotentes Cannabis

Deshalb ist die ehrliche Aussage nicht: „Jeder Kiffer bekommt irgendwann eine Psychose.“ Sondern eher: Cannabis kann bei gefährdeten Menschen ein ernsthafter Risikofaktor sein.

Was du bei diesen Nebenwirkungen wissen solltest

Viele Menschen beruhigen sich mit dem Gedanken, dass Cannabis „natürlich“ sei. Das sagt aber nichts darüber aus, wie stark es in Körper und Psyche eingreifen kann. Gerade bei regelmäßigem Konsum merken viele erst spät, dass sich etwas verändert hat, weil die Nebenwirkungen schleichend kommen. Genau das macht Cannabis für manche so tückisch. Was anfangs wie Entspannung wirkt, kann sich mit der Zeit in Müdigkeit, Gleichgültigkeit, Gedächtnisprobleme, Gereiztheit oder psychische Instabilität verwandeln.

Fazit zu den Nebenwirkungen von Cannabis

Cannabis wirkt nicht bei jedem gleich. Manche haben nur leichte Nebenwirkungen, andere reagieren deutlich empfindlicher. Klar ist aber: Es gibt nicht nur die entspannte Seite des Kiffens. Cannabis kann kurzfristig und langfristig viele psychische und körperliche Nebenwirkungen mit sich bringen – von roten Augen und Herzrasen bis hin zu Antriebslosigkeit, Gedächtnisproblemen und erhöhtem Psychoserisiko.

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