
Wenn du mit dem Kiffen aufhören willst, hast du wahrscheinlich schon gemerkt, wie viele Fragen plötzlich im Kopf auftauchen. Wie lange dauert der Entzug? Was kommt auf mich zu? Welche Symptome sind normal? Kann ich das alleine schaffen? Genau diese Unsicherheit ist oft der Grund, warum viele zwar aufhören wollen, aber nie wirklich anfangen.
Damit dir das nicht passiert, klären wir in diesem Beitrag die 10 wichtigsten Fragen zum Cannabis-Entzug. So bekommst du einen guten Überblick, kannst den Prozess besser einordnen und gehst nicht planlos in diese Zeit.
Im Durchschnitt dauert es ungefähr 7 Wochen, bis sich viele Menschen wieder deutlich stabiler und ausgeglichener fühlen. Das bedeutet aber nicht, dass bei jedem alles genau gleich abläuft.
Wie lange der Entzug dauert, hängt unter anderem davon ab:
wie lange du schon konsumierst
wie oft du gekifft hast
wie viel du konsumiert hast
wie stark das Cannabis war
wie dein Stoffwechsel arbeitet
Manche fühlen sich schon früher wieder besser, andere brauchen länger. In manchen Fällen kann es auch bis zu 12 Wochen dauern, bis sich Körper und Kopf wieder richtig eingependelt haben.
Wenn du den Verlauf genauer verstehen willst, lies auch den Beitrag So laufen die 3 Phasen des Cannabis-Entzugs ab.
Der Cannabis-Entzug kann ganz unterschiedliche Symptome auslösen. Manche haben nur leichte Beschwerden, andere merken den Entzug deutlich stärker.
Zu den häufigsten Symptomen gehören:
Schlafprobleme
innere Unruhe
gereizte Stimmung
Schwitzen
Magenprobleme
Appetitveränderungen
Konzentrationsprobleme
Suchtdruck
Wichtig ist: Nicht jeder bekommt alles. Jeder Entzug verläuft etwas anders. Trotzdem ist es gut, vorher zu wissen, was grundsätzlich möglich ist. Eine ausführlichere Übersicht findest du im Beitrag Die 12 häufigsten Entzugserscheinungen durch Cannabis.
Der wichtigste Punkt ist: Geh nicht unvorbereitet in den Entzug. Viele unterschätzen, wie sehr es hilft, vorher zu wissen, was auf einen zukommen kann.
Wenn du nicht vorbereitet bist, können dich schon die ersten unangenehmen Tage völlig aus dem Konzept bringen. Dann kommen schnell Gedanken wie:
„Mit Gras ging es mir doch eigentlich besser.“
Genau deshalb solltest du dir vorher Wissen aneignen, deine Gründe aufschreiben und dir klarmachen, warum du diesen Schritt gehst. Je besser du vorbereitet bist, desto kleiner ist die Chance, dass du aus Überforderung wieder einknickst.
Dazu passt auch der Beitrag Vorbereitung auf den Cannabis-Entzug.
Ja, viele Menschen erleben den Entzug nicht als einen gleichbleibenden Zustand, sondern eher in 3 typischen Phasen.
Diese Phasen heißen bei uns:
Detox-Phase
Resilienzphase
Fokusphase
In der ersten Phase reagiert vor allem der Körper stark. In der zweiten Phase wird es oft psychisch anstrengender. In der dritten Phase geht es darum, das neue Leben ohne Cannabis wirklich zu stabilisieren.
Gerade dieses Wissen hilft enorm, weil du dann besser verstehst, warum du dich in Woche 1 ganz anders fühlst als in Woche 4 oder 5.
Du kannst den Entzug nicht wegzaubern, aber du kannst deinen Körper dabei unterstützen, sich schneller zu stabilisieren.
Hilfreich sind zum Beispiel:
ausreichend trinken
Bewegung
frische Luft
guter Schlafrhythmus
gesunde Ernährung
kein Mittagsschlaf
möglichst wenig Koffein und Stress
All das hilft deinem Körper, sich besser umzustellen. Einen ausführlicheren Überblick findest du im Beitrag 10 Tipps für einen schnelleren Abbau von THC.
Ein direktes Medikament, das den Cannabis-Entzug komplett beendet, gibt es nicht. Es gibt aber Hilfsmittel, die einzelne Symptome abmildern können.
Viele berichten zum Beispiel von positiven Erfahrungen mit:
CBD
Lavendel
Baldrian
Vor allem CBD wird häufig genannt, wenn es um innere Unruhe, Schlafprobleme oder Stress geht. Es hilft nicht jedem gleich stark, aber für manche ist es eine gute Unterstützung in der Anfangszeit.
Mehr dazu findest du im Beitrag Die besten Medikamente für den Cannabis-Entzug.
Ein paar Dinge helfen im Entzug fast immer. Dazu gehören vor allem:
deine Gründe fürs Aufhören aufschreiben
Sport oder Bewegung
viel trinken
Mittagsschlaf vermeiden
Koffein reduzieren
Trigger aus deinem Umfeld entfernen
neue Routinen aufbauen
Gerade die Liste mit deinen persönlichen Gründen ist extrem wichtig. Denn an schwachen Tagen versucht dein Kopf oft, alles schönzureden. Dann brauchst du etwas, das dich wieder an deine eigentliche Entscheidung erinnert.
Mehr praktische Hilfe findest du im Beitrag 15 Tipps für den Cannabis-Entzug.
Erfahrungsberichte können unglaublich hilfreich sein, weil du dadurch merkst: Ich bin mit meinen Gedanken und Symptomen nicht allein.
Gerade am Anfang hilft es vielen, echte Geschichten von Menschen zu lesen, die den Entzug schon hinter sich haben oder gerade mittendrin stecken. Das nimmt oft viel Angst raus.
Dazu passt unser Beitrag Erfahrungsberichte über den Cannabis-Entzug.
Ein Entzug in einer Klinik kann für manche Menschen sinnvoll sein, besonders wenn der Konsum sehr stark ist oder zusätzliche psychische Probleme dazukommen.
Allerdings ist das nicht für jeden automatisch die beste Lösung. Manche profitieren davon, andere berichten, dass die eigentliche Herausforderung erst nach der Klinik beginnt, wenn sie wieder in ihren alten Alltag zurückkehren.
Deshalb kommt es stark auf die persönliche Situation an. Wenn du dich mit dem Thema intensiver beschäftigen willst, lies auch den Beitrag Cannabis-Entzug in der Entzugsklinik.
Ja, das ist grundsätzlich möglich. Viele Menschen schaffen es, von zu Hause aus mit dem Kiffen aufzuhören, wenn sie gut vorbereitet sind und sich das nötige Wissen aneignen.
Wichtig ist dabei vor allem:
dass du verstehst, was im Entzug passiert
dass du dir Unterstützung holst
dass du nicht alles mit dir allein ausmachst
dass du einen Plan hast
Wenn Familie oder Freunde dich unterstützen, ist das natürlich ein Plus. Und wenn du dir mehr Struktur, Begleitung und klare Schritte wünschst, kann auch unser Online-Programm eine Hilfe sein.
Der Cannabis-Entzug wird nicht leicht, nur weil du ein paar Fragen gelesen hast. Aber er wird deutlich übersichtlicher und weniger beängstigend, wenn du verstehst, was auf dich zukommt.
Genau das ist der große Unterschied:
Nicht planlos starten, sondern vorbereitet.
Wenn du weißt, wie lange es ungefähr dauern kann, welche Symptome normal sind, welche Phasen typisch sind und was dir helfen kann, gehst du mit viel mehr Ruhe in diese Zeit. Und genau das erhöht die Chance, dass du diesmal nicht nur anfängst, sondern auch wirklich dranbleibst.
Wenn du den gesamten Weg noch genauer Schritt für Schritt verstehen willst, dann schau dir am Ende auch den Banner unter diesem Text an. Dort kommst du zu unserem Online-Programm, in dem wir den Cannabis-Entzug ausführlich mit dir durchgehen.