
Wie lange wirkt Cannabis? Onset und Dauer erklärt
Wann die Wirkung einsetzt, wie lange sie anhält und wovon beides abhängt. Eine klare Übersicht statt verstreuter Antworten aus Foren.
Weiterlesen »
THC und CBD kommen beide aus der Cannabispflanze, fühlen sich aber völlig unterschiedlich an. THC macht high, CBD nicht.
Wenn du kiffst oder aufhören willst, ist genau dieser Unterschied wichtig. Das Gras, das du rauchst, enthält meist viel THC, während manche CBD im Entzug als Unterstützung nutzen.
Das Wichtigste in Kürze
THC steht für Tetrahydrocannabinol. Es ist der Stoff in Cannabis, der dich high macht. Er verändert, wie du Dinge wahrnimmst, wie du denkst, wie du dich fühlst und wie schnell du reagierst.
Typisch sind Entspannung, Lachflash, Heißhunger, rote Augen und ein anderes Körpergefühl. Manchmal kommen auch Angst, Herzrasen oder Paranoia dazu. Was dabei im Kopf passiert, steht in Was THC wirklich mit deinem Gehirn macht.
THC ist auch der Stoff, an den sich dein Körper gewöhnt, wenn du jeden Tag kiffst. Fällt er weg, fehlt etwas, das dir lange beim Einschlafen und Runterkommen geholfen hat. Daraus entstehen die typischen Entzugserscheinungen.
CBD steht für Cannabidiol. Es kommt aus derselben Pflanze, macht aber nicht high. Einen Rausch wie beim Kiffen bekommst du davon nicht.
Viele verbinden CBD mit Ruhe und besserem Schlaf, und im Marketing wird viel dazu versprochen. Als Medikament zugelassen ist CBD bisher nur gegen einige seltene, schwere Formen von Epilepsie. Die meisten frei verkäuflichen Produkte werden deutlich weniger streng geprüft als ein Medikament.
Der größte Unterschied ist der Rausch. THC verändert direkt dein Bewusstsein, CBD tut das nicht. Daraus ergibt sich fast alles andere.
THC und CBD nebeneinander
| Frage | THC | CBD |
|---|---|---|
| Macht es high? | ja | nein |
| Typische Nebenwirkungen | Angst, Paranoia, Herzrasen, Heißhunger | Müdigkeit, Durchfall, weniger Appetit, Gereiztheit |
| Autofahren | Reaktion und Aufmerksamkeit leiden | kann müde machen |
| Als Medikament | als Medizinalcannabis auf Rezept | zugelassen gegen seltene, schwere Epilepsieformen |
| Drogentest | fällt auf | reines CBD nicht, THC-Spuren im Produkt schon |
Laut der US-Arzneimittelbehörde FDA kann CBD außerdem die Leber belasten und die Wirkung anderer Medikamente verändern. Wenn du Medikamente nimmst, sprich vor CBD mit deiner Ärztin oder in der Apotheke.
Das Gras von heute ist nicht mehr das von vor 30 Jahren. In den USA stieg der THC-Gehalt von beschlagnahmtem Gras zwischen 1995 und 2014 von etwa 4 auf etwa 12 Prozent. Der CBD-Anteil ist im selben Zeitraum gesunken.
1995 steckte in diesem Gras etwa 14-mal so viel THC wie CBD, 2014 etwa 80-mal so viel. Der Rausch fällt dadurch für viele härter und kopflastiger aus, und für manche wird er richtig unangenehm. Manchmal steckt hinter einem heftigen Rausch auch etwas anderes, etwa Streckmittel in Cannabis wie synthetische Cannabinoide.
Besonders heikel ist starkes Gras, wenn du zu Angst oder Panik neigst, früh angefangen hast oder jeden Tag kiffst. Mehr dazu im Artikel Cannabis und Psychose.
Manche nehmen CBD im Entzug, wenn Unruhe, Anspannung oder Schlafprobleme kommen. Einige finden, dass ihnen das die ersten Abende etwas leichter macht.
Es gibt dazu auch eine erste Studie aus London. Menschen mit einer Cannabis-Abhängigkeit, die vier Wochen lang jeden Tag 400 Milligramm CBD nahmen, kifften weniger als die Gruppe mit Placebo. 400 Milligramm sind allerdings weit mehr, als ein paar Tropfen Öl am Tag enthalten.
CBD ersetzt keinen Plan. Du brauchst trotzdem eine klare Entscheidung gegen THC, feste Abende und einen Umgang mit Suchtdruck. Mehr dazu in Kiffen aufhören mit CBD.
Das hängt vom Produkt ab. Viele CBD-Produkte werden aus Nutzhanf hergestellt. Als Nutzhanf zählt laut Cannabisgesetz zum Beispiel Hanf mit höchstens 0,3 Prozent THC, der nicht zum Berauschen verkauft wird.
Ein Problem ist die Qualität. In einer US-Studie mit 84 online gekauften CBD-Produkten stimmte die angegebene CBD-Menge nur bei etwa jedem dritten, in jedem fünften steckte THC. Das ist wichtig, wenn du einen Drogentest machen musst oder Auto fährst.
Achte deshalb auf eine Laboranalyse, einen seriösen Hersteller und klare Angaben auf der Packung.
Wenn du CBD ausprobieren willst, fang niedrig an und beobachte ehrlich, ob es dir hilft. Die gängigen Öle gibt es mit 10 oder 20 Prozent CBD, zum Einstieg reicht die schwächere Variante.
Wichtig sind Qualität, Laborzertifikat und ein Hersteller, dem du vertraust. Wir verlinken hier die Varianten, die thematisch zu diesem Beitrag passen: SwissFX CBD 10% und SwissFX CBD 20%.
Am Ende entscheidet aber nicht das Öl, sondern dein Plan für die ersten Wochen ohne THC. Genau dabei begleitet dich unser Online-Programm vom letzten Joint an.
Nein. CBD löst keinen Rausch aus wie Kiffen. Wenn ein Produkt dich trotzdem high macht, steckt darin THC oder ein anderer berauschender Wirkstoff.
Für die meisten nicht, weil CBD keinen Rausch auslöst. Ehrlich solltest du dich aber fragen, ob CBD für dich nur eine Brücke ist oder das neue Ritual, an dem du festhältst.
Drogentests suchen nach THC und seinen Abbaustoffen, nicht nach CBD. Weil viele CBD-Produkte aber THC-Spuren enthalten, kann ein Test trotzdem positiv ausfallen. Wenn du getestet wirst, ist CBD-Öl deshalb ein echtes Risiko.
Entscheidend ist, dass THC rausfällt. CBD kann manchen helfen, Unruhe und Schlafprobleme abzufedern, ersetzt aber keinen Plan für Suchtdruck und Abende. Wenn du langsam reduzierst, bleibt dein Körper länger an THC gewöhnt.

Über den Autor
Devin M. · Coach
Devin M. war selbst süchtig und hat über Yoga und Meditation aus der Sucht herausgefunden. Heute arbeitet er als Coach und hilft Männern dabei, sich ein besseres Leben aufzubauen. Seine Perspektive kommt aus eigener Erfahrung und aus seiner heutigen Arbeit mit Männern.
Mehr über das AZK-Team →
Jan G. · 31. August 2026
Wann die Wirkung einsetzt, wie lange sie anhält und wovon beides abhängt. Eine klare Übersicht statt verstreuter Antworten aus Foren.
Weiterlesen »
Jan G. · 31. August 2026
Seit 2017 verschreibbar, seit 2024 vieles anders. Was medizinisches Cannabis von Freizeitkonsum unterscheidet und für wen es infrage kommt.
Weiterlesen »
Jan G. · 21. August 2026
Warum du über die Jahre immer mehr brauchst, wie Toleranz entsteht und was mit ihr passiert, sobald du mit Cannabis aufhörst.
Weiterlesen »