Der Unterschied zwischen THC und CBD

THC und CBD als zwei unterschiedliche Cannabinoide der Cannabispflanze

THC und CBD kommen beide aus der Cannabispflanze, fühlen sich aber völlig unterschiedlich an. THC macht high, CBD nicht.

Wenn du kiffst oder aufhören willst, ist genau dieser Unterschied wichtig. Das Gras, das du rauchst, enthält meist viel THC, während manche CBD im Entzug als Unterstützung nutzen.

Das Wichtigste in Kürze

  • THC und CBD kommen aus derselben Pflanze. THC macht high, CBD nicht.
  • THC steckt hinter den meisten Risiken beim Kiffen: Rausch, Abhängigkeit, langsamere Reaktionen, Angst und Psychose-Risiko.
  • CBD ist trotzdem nicht harmlos. Es kann müde machen, die Leber belasten und die Wirkung von Medikamenten verändern.
  • Eine erste Studie zeigt, dass CBD beim Aufhören helfen könnte, allerdings in Mengen, die weit über ein paar Tropfen Öl liegen.

Was THC mit dir macht

THC steht für Tetrahydrocannabinol. Es ist der Stoff in Cannabis, der dich high macht. Er verändert, wie du Dinge wahrnimmst, wie du denkst, wie du dich fühlst und wie schnell du reagierst.

Typisch sind Entspannung, Lachflash, Heißhunger, rote Augen und ein anderes Körpergefühl. Manchmal kommen auch Angst, Herzrasen oder Paranoia dazu. Was dabei im Kopf passiert, steht in Was THC wirklich mit deinem Gehirn macht.

THC ist auch der Stoff, an den sich dein Körper gewöhnt, wenn du jeden Tag kiffst. Fällt er weg, fehlt etwas, das dir lange beim Einschlafen und Runterkommen geholfen hat. Daraus entstehen die typischen Entzugserscheinungen.

Die Folge zum Anhören Auf Spotify folgen

Was CBD mit dir macht

CBD steht für Cannabidiol. Es kommt aus derselben Pflanze, macht aber nicht high. Einen Rausch wie beim Kiffen bekommst du davon nicht.

Viele verbinden CBD mit Ruhe und besserem Schlaf, und im Marketing wird viel dazu versprochen. Als Medikament zugelassen ist CBD bisher nur gegen einige seltene, schwere Formen von Epilepsie. Die meisten frei verkäuflichen Produkte werden deutlich weniger streng geprüft als ein Medikament.

THC und CBD im direkten Vergleich

Der größte Unterschied ist der Rausch. THC verändert direkt dein Bewusstsein, CBD tut das nicht. Daraus ergibt sich fast alles andere.

THC und CBD nebeneinander

FrageTHCCBD
Macht es high?janein
Typische NebenwirkungenAngst, Paranoia, Herzrasen, HeißhungerMüdigkeit, Durchfall, weniger Appetit, Gereiztheit
AutofahrenReaktion und Aufmerksamkeit leidenkann müde machen
Als Medikamentals Medizinalcannabis auf Rezeptzugelassen gegen seltene, schwere Epilepsieformen
Drogentestfällt aufreines CBD nicht, THC-Spuren im Produkt schon

Laut der US-Arzneimittelbehörde FDA kann CBD außerdem die Leber belasten und die Wirkung anderer Medikamente verändern. Wenn du Medikamente nimmst, sprich vor CBD mit deiner Ärztin oder in der Apotheke.

Warum heutiges Gras härter reinhaut

Das Gras von heute ist nicht mehr das von vor 30 Jahren. In den USA stieg der THC-Gehalt von beschlagnahmtem Gras zwischen 1995 und 2014 von etwa 4 auf etwa 12 Prozent. Der CBD-Anteil ist im selben Zeitraum gesunken.

1995 steckte in diesem Gras etwa 14-mal so viel THC wie CBD, 2014 etwa 80-mal so viel. Der Rausch fällt dadurch für viele härter und kopflastiger aus, und für manche wird er richtig unangenehm. Manchmal steckt hinter einem heftigen Rausch auch etwas anderes, etwa Streckmittel in Cannabis wie synthetische Cannabinoide.

Besonders heikel ist starkes Gras, wenn du zu Angst oder Panik neigst, früh angefangen hast oder jeden Tag kiffst. Mehr dazu im Artikel Cannabis und Psychose.

Kann CBD beim Aufhören helfen?

Manche nehmen CBD im Entzug, wenn Unruhe, Anspannung oder Schlafprobleme kommen. Einige finden, dass ihnen das die ersten Abende etwas leichter macht.

Es gibt dazu auch eine erste Studie aus London. Menschen mit einer Cannabis-Abhängigkeit, die vier Wochen lang jeden Tag 400 Milligramm CBD nahmen, kifften weniger als die Gruppe mit Placebo. 400 Milligramm sind allerdings weit mehr, als ein paar Tropfen Öl am Tag enthalten.

CBD ersetzt keinen Plan. Du brauchst trotzdem eine klare Entscheidung gegen THC, feste Abende und einen Umgang mit Suchtdruck. Mehr dazu in Kiffen aufhören mit CBD.

Ist CBD in Deutschland legal?

Das hängt vom Produkt ab. Viele CBD-Produkte werden aus Nutzhanf hergestellt. Als Nutzhanf zählt laut Cannabisgesetz zum Beispiel Hanf mit höchstens 0,3 Prozent THC, der nicht zum Berauschen verkauft wird.

Ein Problem ist die Qualität. In einer US-Studie mit 84 online gekauften CBD-Produkten stimmte die angegebene CBD-Menge nur bei etwa jedem dritten, in jedem fünften steckte THC. Das ist wichtig, wenn du einen Drogentest machen musst oder Auto fährst.

Achte deshalb auf eine Laboranalyse, einen seriösen Hersteller und klare Angaben auf der Packung.

Welches CBD-Öl passt zu dir?

Wenn du CBD ausprobieren willst, fang niedrig an und beobachte ehrlich, ob es dir hilft. Die gängigen Öle gibt es mit 10 oder 20 Prozent CBD, zum Einstieg reicht die schwächere Variante.

Wichtig sind Qualität, Laborzertifikat und ein Hersteller, dem du vertraust. Wir verlinken hier die Varianten, die thematisch zu diesem Beitrag passen: SwissFX CBD 10% und SwissFX CBD 20%.

Am Ende entscheidet aber nicht das Öl, sondern dein Plan für die ersten Wochen ohne THC. Genau dabei begleitet dich unser Online-Programm vom letzten Joint an.

Häufige Fragen

Kann CBD high machen?

Nein. CBD löst keinen Rausch aus wie Kiffen. Wenn ein Produkt dich trotzdem high macht, steckt darin THC oder ein anderer berauschender Wirkstoff.

Ist CBD im Cannabis-Entzug ein Rückfall?

Für die meisten nicht, weil CBD keinen Rausch auslöst. Ehrlich solltest du dich aber fragen, ob CBD für dich nur eine Brücke ist oder das neue Ritual, an dem du festhältst.

Fällt CBD im Drogentest auf?

Drogentests suchen nach THC und seinen Abbaustoffen, nicht nach CBD. Weil viele CBD-Produkte aber THC-Spuren enthalten, kann ein Test trotzdem positiv ausfallen. Wenn du getestet wirst, ist CBD-Öl deshalb ein echtes Risiko.

Was ist besser zum Aufhören: THC reduzieren oder CBD nehmen?

Entscheidend ist, dass THC rausfällt. CBD kann manchen helfen, Unruhe und Schlafprobleme abzufedern, ersetzt aber keinen Plan für Suchtdruck und Abende. Wenn du langsam reduzierst, bleibt dein Körper länger an THC gewöhnt.

Devin M., Coach

Über den Autor

Devin M. · Coach

Devin M. war selbst süchtig und hat über Yoga und Meditation aus der Sucht herausgefunden. Heute arbeitet er als Coach und hilft Männern dabei, sich ein besseres Leben aufzubauen. Seine Perspektive kommt aus eigener Erfahrung und aus seiner heutigen Arbeit mit Männern.

Mehr über das AZK-Team →

Beitrag mit Freunden teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Das könnte dich auch interessieren