Erfahrungsberichte über
den Cannabis-Entzug

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Erfahrungen von Dauerkiffern zum Entzug

Hallo Leute 🙂

Ich möchte heute meine Erfahrung mit euch teilen, um euch von dem Holzweg abzuhalten, auf dem ich war. Ich studiere und arbeite nebenbei noch. Das Kiffen hat mich langsam gemacht und ich hatte Probleme beim Studium mitzukommen.

Generell fiel es mir schwer, mich zu motivieren. Ich hatte die Hoffnung, dass es mir leichter fallen würde alles zu schaffen, wenn ich nicht mehr kiffe. Also habe ich mich im Internet informiert, das Video zur Entzugskur gesehen, mich entschlossen sie zu kaufen und umzusetzen. Allerdings habe ich – und das meinte ich anfangs mit „Holzweg“- das Ganze nur halbherzig umgesetzt.

Ich plante erstmal den Konsum zu reduzieren. So funktioniert es jedoch leider nicht. Ich habe den Prozess des Entzugs, der ohnehin recht lange dauert, dadurch nur unnötig verlängert und erschwert. Es war ein Auf-und-Ab. Ich habe ein paar Tage lang die Finger vom Gras gelassen, war dann aber total fertig und gestresst und hab mir einen Kleinen gegönnt. Das ging dann immer wieder so und ich hab letztlich wieder so gekifft wie zuvor. Logischerweise war ich nach einiger Zeit wieder am selben Punkt wie zuvor.

Etwas musste passieren, damit ich mein Studium nicht in den Sand setzen oder einfach ewig studieren würde. Ich versuchte den Entzug erneut. Diesmal jedoch genau so, wie es mir in dem Kurs erklärt wurde. Es hat diesmal funktioniert, indem ich mich ganz auf das Aufhören konzentriert habe. Das hört sich immer so leicht an, aber ganz ehrlich – es war dreckig!

Ich habe mich in meinem Körper unwohl gefühlt, weil ich geschwitzt und gestunken habe, die Nächte waren eine Katastrophe und ich konnte nicht vernünftig denken. Ich habe sogar einige Prüfungen deshalb vermasselt.

Ich musste mich dringend mit mir selbst beschäftigen, um wieder auf den „richtigen Weg“ zu kommen. Man macht sich doch auf Dauer sonst nur kaputt. Die Prüfungen kann ich nachholen und dann richtig durchstarten. Ich bin noch nicht ganz darüber weg, es fällt mir alles noch ziemlich schwer.

Aber es hat sich definitiv gelohnt diese Zeit zu opfern, um für eine bessere Zukunft zu sorgen. Und ganz ehrlich; das Jahr 2020 war eh für den Arsch. 2021 geht es für mich so richtig los!

In diesem Sinne; zieht es durch und bleibt gesund.

Hallo liebe Noch-Kiffer. Ich möchte euch berichten, wie ich meinen Cannabis-Entzug nach 10 Jahren Dauerkonsum empfunden habe. Mir war nach ein paar Jahren schon bewusst, dass ich aufhören muss, weil die Kifferei mich nur noch eingeschränkt hat.

Egal wie viel ich geraucht habe, ich war so gut wie jeden Tag am Kiffen. Ich habe mich im Spiegel angesehen und mir gedacht: „Man sieht, dass du kiffst Junge“. Meine Augenringe waren schlimm und das hat mich immer mehr an meine Wohnung gebunden. Ich habe mehr bestellt als einkaufen zu gehen, weil ich mich unwohl gefühlt habe. Das Kiffen hat irgendwie keinen Spaß mehr gemacht. Ich habe beim Kiffen Angstattacken bekommen, ständig Herzrasen und Herzstolpern. Das lag aber nicht daran, dass das Weed an sich schlecht gewesen wäre. Ich habe mir vorgenommen, nicht mehr zu kiffen! Ich habe von heute auf morgen aufgehört.

Jetzt zu meinem Cannabis-Entzug. Ich habe die ersten 5 Tage sehr schlecht geschlafen. Jede Stunde wurde ich wach. Nachdem ich die ersten 5 Tage geschafft hatte, dachte ich: „Ok gut, schlafen ist zwar anstrengend, aber vielleicht wird es nicht schlimmer.“ Doch der Schein trügt. Ich hatte sehr oft Kopfschmerzen und habe auch Augenprobleme bekommen, die Lichter wurden scheinbar heller, meine Augen wurden also lichtempfindlicher und sie waren auch sehr trocken. Ich habe gegen die schlaflosen Nächte versucht vorzugehen, indem ich immer früh aufgestanden bin, um Frühstück zu besorgen. Jeden Morgen habe ich mich mit den verschiedensten Dingen beschäftigt.

Sehr oft war ich auf der AZK Seite und habe die Symptome nachgelesen und mir klargemacht, dass alles ganz normal sei. Ich war nun bei Tag 10 angekommen und ich habe alles, dass was ich mit dem Kiffen verdrängt habe, herausgelassen. Ich habe viel geweint, ich kannte mich so gar nicht. Ich hatte einen sehr guten Freund bei mir, er hat mich Tag und Nacht unterstützt. Ich war öfters am Überlegen, ob ich mich einweisen lasse, weil ich Echo-Flash-Backs hatte. Ein Gefühl war vergleichbar mit einer Art Absturz beim ersten Kiffen, nur ohne etwas genommen zu haben. Das war das Schlimmste für mich. Ich habe mir dagegen H&S Schlaf- und Nerventee aus der Apotheke besorgt. Ob Placebo oder nicht, die Nervosität war damit komplett besiegt.

Ich trank 3-4 Tees am Tag und einen vor dem Schlafengehen. Das hat Wunder bewirkt. Ich habe ein Hund, mit dem ich viel draußen war und irgendwie war alles anders. Mal hatte ich Glücksphasen, in denen es mir richtig gut ging und ich Bäume hätte ausreißen können. Und Mal welche, wo es mir nicht so gut ging. Also Downs und Up’s! Albträume habe ich für gut empfunden, weil ich wusste, dass sie das, was man unbewusst über Jahre durch das Kiffen verdrängt hat, wieder aufarbeiten.

Die Träume waren zwar sehr komisch, hatten aber für mich keine Bedeutung. Ich habe mit jemandem darüber geredet, wenn es wirklich mal krass war. Das muss man aber selbst wissen. Bei mir war es mein Mitbewohner. Ich habe mir eine App installiert, womit ich die Tage gezählt habe.

Nach 6 Monaten war ich clean, und auch mein Urin-Test war endlich negativ. Da der Urin nach 90 Tagen noch leicht positiv war, habe ich mein Umfeld gemieden. Jeder Kiffer war mir ein Dorn im Auge. Ich wollte nicht passiv rauchen, also habe ich mich erstmal fern gehalten.

Du brauchst keine Angst vor dem Cannabis-Entzug haben. Jeder schafft das. Die schlimmsten Zeiten sind die ersten Tage, zwischen Tag 5 und 25. Danach ist alles easy. Sei diszipliniert und halte es durch. Du schaffst das und denk bitte nicht daran, nach Monaten mal wieder Einen zu rauchen. Ich habe es selbst gemacht und war 40 tagelang wieder jeden Tag bekifft. Ich musste dann wieder von vorne anfangen mit dem Entzug. Also lass es am Besten ganz sein. Du sparst Geld, hast mehr Zeit und wirst reifer. Generell wird dein Wohlbefinden ohne Nebel im Kopf besser.

Ich hoffe, dass ich jemanden mit meiner Erfahrung die Angst nehmen kann, diesen Weg auch zu gehen. Du kannst nicht scheitern und bei jedem ist es anders mit dem Cannabis-Entzug. Mein Mitbewohner hatte nicht so viele Entzugssymptome wie ich. Er kiffte auch jeden Tag, Jahre lang. Dafür war er 90 Tage positiv.

Das hier wird jetzt genauso ein Kommentar, wie viele andere, die nach euren Videos den Entzug gemacht haben und sich dazu äußern wollen, aber ich will hier trotzdem nochmal etwas loswerden, einfach weil’s mir hilft. Ich hab euer Video „Aufhören zu Kiffen“ vor ca. 6 Wochen gesehen. Ich bin zwar kein Dauerkiffer und gehöre wahrscheinlich eher zu den milden Fällen, aber ich war schon auf einer ziemlich schiefen Bahn. Ich habe mehrere Monate fast täglich gekifft, hab mich auf wichtige Dinge nicht konzentriert, Menschen verletzt, die mir etwas bedeuteten, weil mein Hirn vernebelt war und war auf einem sehr guten Weg die Kontrolle zu verlieren. Gelebt nach der Lance Butters Line: „Hauptsache high, das Leben im Griff – zumindest zugedröhnt glaub ich mir dis.“ Ich hab gemerkt, dass ich von dem Zeug nicht loskam, dass ich nicht mehr die Droge kontrollierte, sondern anders herum. Und eines Abends, als ich wieder alleine zu Hause gesmoked hab, hat’s mir gereicht, ich hab gegoogelt, wie man mit dem Kiffen aufhört und bin sofort auf euer Video gestoßen. Das war so informativ, so gut und nah an der Realität, das Zeug wurde nicht verteufelt, ich hab mich in so vielen Punkten wieder erkannt. Und als es dann zu dem Punkt mit der Entwicklung kam, dass das Leben an einem vorbeizieht, habe ich mich entgültig für den Entzug entschieden. Seitdem hab ich keinen Spliff mehr angerührt, noch 13 Tage und ich hab 50 Tage voll. Dann bin ich clean. Ich fühle mich jetzt schon so unglaublich viel besser. Ich fühle mich, als würde ich wieder richtig leben, als würde ich mein Leben jetzt wirklich wieder richtig in den Griff bekommen. Der Gedanke daran, die Droge besiegt zu haben, gibt mir ein krass starkes Gefühl, ich liebe es. Ich sage nicht, dass ich nie wieder an einem Joint ziehen werde, aber was ich sage ist, dass ich nie wieder in so einen täglichen Konsum reinrutschen will. Nie wieder will ich süchtig nach dem Zeug sein. Nie wieder soll das Zeug mich zu jemandem machen, der ich eigentlich nicht sein will. Mir ist bewusst, dass manche Menschen mit dem Zeug besser klarkommen, vllt sogar jeden Tag kiffen und sagen ihnen passt’s super, aber ich kann das persönlich nicht. Gras ist geil, aber nur, wenn man sich selbst nicht verliert und die Entwicklung nicht stehen bleibt. Also Dankeschön AZK-Team, von ganzem Herzen. Für eure Inspiration, Motivation, Information und dafür, dass ich jetzt neu anfangen kann. Peace out!

Würdest du auch so gerne mit dem Kiffen aufhören? Dann ging es dir genau so wie mir vor 5 Jahren! Ich habe 20 Jahre täglich gekifft und wollte immer aufhören. „Morgen, nächste Woche, an meinem Geburtstag!“ Ich habe es immer vor mir hergeschoben und nie den Schritt gewagt.

Ich glaube es geht vielen so, die mit dem Kiffen aufhören wollen. Das Problem ist, dass man sich so sehr daran gewöhnt hat! Ich wusste nicht mehr, wie es war komplett klar im Kopf zu sein. Um es mit einem Satz zu beschreiben: Es ist wie eine andere Person zu sein! Alles hat sich verändert. Emotionen und Gefühle bestimmen jetzt mein Leben. Davor war ich immer wie betäubt. Ich habe mein Leben ganz gut auf die Reihe bekommen, aber ich hab mich immer wie in einem Film gefühlt.

Meine jetzige Frau hat damals an einem bestimmten Punkt gesagt, dass ich der emotionsloseste Mensch bin, den sie mittlerweile kennt. Das schlimme war, das sie recht hatte! Ich hatte mich extrem verändert und musste unbedingt was ändern, denn ich hatte meine Lebensfreude verloren!

 

Als Erstes habe ich angefangen zu googeln, wie wahrscheinlich jeder der mit dem Kiffen aufhören will. Einige Tipps waren brauchbar, einige eher weniger. Dann habe ich  mich gefragt wie der Cannabis-Entzug eigentlich abläuft. Ich kann mir nämlich vorstellen, das es nicht innerhalb einer Woche wieder so ist, wie vor der Zeit als Kiffer.

Da bin ich auf die Seite www.aufhörenzukiffen.de gestoßen. Endlich hatte ich mal nicht nur Tipps gefunden, sondern eine Anleitung. Mir war nicht bewusst, dass es 3 Phasen gibt, durch die jeder Dauerkiffer irgendwann durch muss, wenn er aufhört. Nachdem ich mir alles zu den 3 Phasen durchgelesen hatte, hatte ich den Entzug verstanden.

Ich bekam direkt ein ungutes Gefühl, wenn ich an die Entgiftung-Phase gedacht habe! Das gute war, dass ich mich jetzt auf die Entzugserscheinungen einstellen konnte. Meine größte Angst war es, nicht zu wissen was passieren wird. Phase 2 und 3 haben sich zum Glück viel besser angehört!

Danach habe ich dann den Entschluss gefasst endlich loszulegen! Ich wollte endlich mein altes Leben zurück und der lebensfrohe Mensch sein, der ich mal war.

Auf dieser Seite gab es auch eine Vorbereitung, bevor es dann richtig losging. Ich muss euch sagen, ich war in den letzten 10 Jahren nicht ansatzweise so aufgeregt wie an diesen Tagen vor dem Entzug! Naja, ich habe dann auf jeden Fall angefangen die meisten Punkte der Vorbereitung abzuarbeiten. Leider konnte ich einen Punkt nicht erledigen und das war einfach mal wegfahren und aus meinem gewohnten Umfeld rauskommen.

Es wäre aber die ersten Tage ohne Cannabis bestimmt deutlich einfacher gewesen wegzufahren, weil mich alles in meiner Umgebung ans Kiffen erinnert hat. Dann war es soweit, Tag 1 ohne Marihuana! Ich bin morgens aufgestanden und dachte mir nur scheiße, wie soll ich das nur überstehen. Sieben ganze Wochen, bis ich den Entzug hinter mir habe! Zum Glück haben mich meine Frau und meine Freunde super unterstützt.

Was mir an Tag 1 direkt aufgefallen ist, war dieser unangenehme Suchtdruck. Ich konnte an fast nichts anderes mehr denken, als an Weed. Normalerweise kiffe ich immer nur abends, aber es ging am ersten Tag schon morgens los. Ich wollte unbedingt kiffen. Der Tag ging dann aber eigentlich ganz gut rum, bis auf die Gedanken, die sich nur ums Kiffen drehten. Die sind aber immer nur entstanden, wenn ich mal eine Minute nichts zu tun hatte. 

Durch die Tipps auf den ganzen Seiten war mir klar, dass ich mich ablenken musste. Eigentlich wurde nach der Arbeit erstmal einer angemacht, um zu entspannen. Das gab es jetzt leider nicht mehr! Ich bin nach der Arbeit direkt raus und hab es mit joggen versucht. Ich war erstaunt, dass ich es noch geschafft habe knapp 4 Kilometer durchzuhalten. Meine Lunge war danach platt, aber ich war ausgepowert und das war das Ziel.

Man denkt immer, das Cannabis keine Auswirkungen hat, aber ich konnte die ganzen Streckmittel in meiner Lunge spüren, die unwissentlich über die Jahre in meiner Lunge gelandet sind. Was mir auch super gutgetan hat, war mir alles von der Seele zu reden. Nach der Dusche und dem Abendessen habe ich nicht aufhören können mich mitzuteilen. Dann war es soweit, Schlafenszeit! Ich glaube, das war für mich das schwerste am ganzen Entzug!

Das erste Einschlafen ohne high zu sein. Ich bin die letzten 20 Jahre immer nur mit Cannabis eingeschlafen und wenn es mal nichts gab, bin ich fast durchgedreht. Zum Glück ging immer irgendwo ein Notfalljoint klar. Jetzt musste ich wirklich ohne einschlafen. Um ehrlich zu sein, ich habe vielleicht 2 Stunden geschlafen und das war auch kein fester Schlaf.

 

Der Wecker hat wie immer um 6.30 geklingelt und ich sag dir eins: Ich war so extrem stolz auf mich, es war unglaublich! Ich hatte gestern nach 20 Jahren das erste Mal nicht gekifft! Ich habe mich gefühlt, als ob ich den Mount Everest bestiegen hätte! Es hat sich unglaublich toll angefühlt und was noch unglaublicher war, ich war fit! Ich war auf jeden Fall fitter, als wenn ich am Tag vorher einen geraucht hätte! Auf der Aufhörenzukiffen.de Seite war es genau so beschrieben.

Ich hatte einen unglaublichen Energieschub. Ich war unglaublich motiviert und wusste, ich werde es schaffen. Mein Wille war da und es hat Klick gemacht. Ich wusste ganz genau, dass ich so nie wieder leben wollte und es durchziehen werde! Was ich auch gemerkt habe war, dass sich alles in meinem Kopf abspielt. Ich war zwar komplett nass und schweißgebadet, aber mir wurde eins klar.

Es spielt sich alles in meinem Kopf ab. Wenn ich es schaffe meine Gedanken zu kontrollieren und mich an die Anleitung halte, dann kann eigentlich nichts schiefgehen! Ich hatte so viel Angst, dass mir unzählige Gedanken durch den Kopf gegangen sind. Danach habe ich gemerkt, dass das schlimmste was passieren konnte, nicht zu schlafen. Wie konnte ich nur so viel schiss vor der ersten Nacht haben?

Die Entgiftungs-Phase

Die ersten Tage haben wirklich kein Spaß gemacht. Ich hatte ständig diese innere Unruhe und dieses Gefühl, das mir etwas fehlt. Ich hatte mich so sehr daran gewöhnt täglich zu betäuben, dass ich überhaupt nicht wusste, was ich mit der ganzen Zeit anstellen sollte. Es war Zeit für eine neue Routine und neue Gewohnheiten in meinem Leben. Ich habe angefangen zu recherchieren, wie andere mit dieser Zeit umgegangen sind und bin dann auf die Community gestoßen!

Diese Gruppe hat mir unglaublich gut geholfen, da ich endlich nicht mehr alleine mit meinen Gedanken war. AufhörenzuKiffen.de hatte eine Gruppe erstellt, in der sich alle gegenseitig unterstützt und geholfen haben. Es tat so gut meine Gedanken und Gefühle mit anderen zu teilen die in der gleichen Situation wie ich waren.

Es war interessant zu sehen das nicht alle gleich auf den Entzug reagieren. Einige hatten fast keine Entzugserscheinung, andere hatten das volle Paket.

Alpträume, erbrechen, ständiges Schwitzen und schlechte Laune! Bei mir waren es vor allem diese schlaflosen Nächte. Die ersten Wochen habe ich täglich höchstens 3 Stunden geschlafen, was mit der Zeit aber immer besser wurde. In der 2. Phase ging es endlich Berg auf. Ich bin immer noch öfters nachts aufgewacht, aber ich habe mich immer besser gefühlt. Meine Energie kam langsam zurück.

Ich war tagsüber nicht mehr so müde und meine Vergesslichkeit nahm ab. Was  mir sehr gut geholfen hat, war Sport. Anstatt abends breit auf der Couch zu liegen, bin ich jeden Abend eine Runde gejoggt. Ich habe auch gemerkt, das ich absolut keine Lust mehr hatte fernsehen zu schauen. Es hat mich extrem gelangweilt, sinnlosen Mist zu sehen der mir eigentlich nur schlechte Laune gemacht hat.

Da kam mir der Gedanke wieder zu lesen. Ich habe mir richtig interessante Bücher zum Thema Persönlichkeitsentwicklung geholt, die mich richtig gefesselt haben. Ich konnte kaum noch aufhören zu lesen, weil ich jeden Tag mehr über mich gelernt habe.

Die ersten 2 Wochen war ich in einer Phase, die ich so noch nie hatte. Ich wollte unbedingt wieder das beste aus mir herausholen. Wieder der lebensfrohe Mensch werden, der ich mal war. Mir sind Sachen aufgefallen, über die ich mir lange Zeit keine Gedanken mehr gemacht habe. Ich war eigentlich schon lange nicht mehr glücklich, aber ich habe es einfach verdrängt.

Ich habe mir lieber abends den Kopf zu geraucht, anstatt die Probleme zu beheben, die mich gestört haben. Unangenehm war es dann, als alle Probleme auf einmal vor mir standen. Mir wurde bewusst, dass mein Job mich nicht glücklich gemacht. Ich war unzufrieden mit meinem Gewicht, meinem Freundeskreis, meinen Hobbys, die ich komplett vernachlässigt habe und noch so vielen anderen Sachen.

Das hat mich erstmal alles richtig heruntergezogen und hatte richtig schlechte Laune! Genau das ist dieser Moment, an dem die meisten wieder Rückfällig werden. Es ist einfach zu viel, was auf einen einschlägt. Es hat einige Tage gedauert, bis ich mich sortiert habe und mir einen Plan gemacht hatte. Zuerst haben ich alles was ich seit Jahren vor mir hergeschoben habe geklärt. Probleme, die ich nie richtig verarbeitet habe und Situationen, die jetzt wieder hochgekommen sind, die ich schon längst klären wollte.

Nachdem ich die Sachen geklärt hatte, die ich seit Jahren aufgeschoben habe, hatte ich endlich das Gefühl wieder bei null anzufangen. Es hat sich gut angefühlt, da es sich wie ein neuer Abschnitt in meinem Leben angefühlt hat. Es hat ungefähr 3 Wochen gedauert, bis ich wieder morgens erholt aufgestanden bin.

Davor es sehr anstrengend, da ich Nachts immer so oft aufgestanden bin. Ich habe rausgefunden, das es am Endocannabinoid System lag. Durch das THC ist erstmal alles aus dem Gleichgewicht. Es dauert eine Weile, bis sich der Körper wieder umgestellt hat und soviel eigene Cannabinoide produziert, das besonders der Schlaf wieder geregelt ist. Was mir sehr gut geholfen hat, waren CBD Tropfen. Im Internet werden diese als Wundermittel angepriesen und ich muss sagen das stimmt!

Diese Tropfen habe ich in einem Onlineshop bestellt. Ich habe morgens 3 Tropfen und Abends 3 Tropfen genommen. Es hat sich angefühlt, als ob ich was geraucht hätte, ohne high zu sein. Es war ein komisches aber auch gutes Gefühl. Auf jeden Fall hat es die innere Unruhe und Angespanntheit fast verschwinden lassen. Nach einer Zeit habe ich aber gemerkt das auch CBD süchtig machen kann.

Auch wenn es keinen Wirkstoff hat, der eine Sucht verursachen kann, gewohnt man sich daran. So entstand fast eine Suchtverlagerung und genau das wollte ich vermeiden. Mein Ziel war es, wieder ein sucht freies Leben zu führen. Pass also bitte auf, denn das Gefühl will man auch immer wieder haben.

Die Mitte des Entzugs

Als ich ungefähr in der Mitte des Entzugs angekommen bin, ging es täglich Berg auf! Schlaflose Nächte gab es nicht mehr, die innere Unruhe wurde immer weniger und meine Gedanken wurden immer positiver. Es hat sich angefühlt, als ob mein Kopf die ganzen Jahre verklebt war. Jetzt fühlte es sich an, als ob sich alles wieder löst. Mein Appetit kam auch wieder zurück und Magenprobleme hatte ich überhaupt keine mehr.

Ich hatte gelesen, das viele sich sogar während des Entzugs übergeben mussten und es ihnen viel schlimmer ging. Zum  Glück reagiert jeder Körper anders auf den Entzug. Kommt bestimmt darauf an wie viel und wie lange man täglich gekifft hat. Auf jeden Fall war ich überglücklich, dass ich endlich mit dem Kiffen aufgehört habe. Mir wurde klar, dass es unzählige Gründe gab schon früher mit dem Kiffen aufzuhören. Ich habe aber versucht nicht nach hinten zu schauen, sondern nach vorne. Nachdem ich meine jahrelangen Probleme abgearbeitet hatte und es mir wieder besser ging, begann ich endlich loszulegen.

Ich habe wieder dreimal die Woche Sport gemacht und mich immer anschließend mit der Sauna belohnt. Dadurch habe ich mich wieder fitter und auch glücklicher gefühlt, weil ich endlich wieder meinem Idealgewicht näher gekommen bin. Es hat zwar fast ein Jahr gedauert, aber am Ende hat es sich gelohnt.

Wenn ich jetzt drüber nachdenke, wie viele Süßigkeiten und Fastfood ich mir immer gegeben hatte, wird mir schlecht. Dann musste ich mir Gedanken über meinen Job machen, der mich seit Jahren nicht mehr ausgefüllt hat. Ich hatte beschlossen

Die letzte Phase des Entzugs

Die dritte Phase des Entzugs war die einfachste. Klar hatte ich immer noch Probleme mit der neuen Situation klarzukommen, aber es wurde immer besser. Ich habe mich immer mehr daran gewöhnt nicht mehr bekifft zu sein. Zum Glück ist der Mensch ein Gewohnheitstier und gewöhnt sich an alles.

So wie es damals für mich unmöglich war nicht mehr zu kiffen, ist es jetzt undenkbar wieder jeden Tag betäubt durch die Welt zu laufen. Man muss sich einfach dran gewöhnen und mental klar im Kopf sein. Man kann sich schnell durch Gefühle beeinflussen lassen. Genau dann muss man nur auf seinen Kopf hören und meistens passen sich die Gefühle deinen Gedanken an. In der letzten Phase ging es dann darum mein neues Leben zu planen.

Arbeit, Freunde, Hobbys, Ziele! An diesen Sachen musste ich arbeiten. Angefangen habe ich bei meinem Umfeld. Ich habe radikal den Kontakt zu allen Leuten abgebrochen, die mich heruntergezogen haben. Mir ist erst nach dem Entzug aufgefallen, wie viel Zweckfreundschaften ich hatte. Uns hatte eigentlich nur das Kiffen verbunden.

Das war alles ziemlich traurig, aber es musste sein. Nach ein paar Wochen hatte ich auch gemerkt, dass es die richtige Entscheidung war. Ich habe seitdem keine Leute mehr um mich die täglich meckern und alles schlecht reden und ihr leben so gerne ändern würden. 

Danach war der Job dran. Ich bin eines Morgens einfach mit meiner Kündigung auf die Arbeit gefahren und hab sie meinem Chef auf den Tisch geknallt. Ich hatte einen guten Bürojob mit gutem Verdienst, aber dieser Job hat mich zum Zombie gemacht. Es ging nur ums Geld.

Ohne Leidenschaft und ohne Vergnügen. Da fragt man sich, warum habe ich das so lange gemacht? Die Antwort war einfach: Ich war so betäubt, das ich mir überhaupt keine Gedanken mehr gemacht habe! Mittlerweile bin ich selbständig und habe 4 Angestellte. Ich arbeite zwar mehr als in meinem Bürojob, aber ich bin glücklich und zufrieden und das ist das wichtigste! Als ich Arbeit und meinen Freundeskreis verbessert hatte, ging es um meine Hobbys.

Ich musste erstmal wieder rausfinden, was mir wirklich Spaß machte. Die meiste Zeit hatte ich vor dem Fernseher verbracht, was richtig traurig ist. Ich bin wieder zum Bowling gegangen, was mir immer sehr viel Spaß gemacht hatte. Dort lernte ich wieder neue Leute kennen, die Dart spielten. Als ich das mal probiert hatte, wurde sofort eine Leidenschaft entfacht. Das war faszinierend mit diesem kleinen Pfeil diese kleinen Kästchen zu treffen und am Ende das Spiel zu gewinnen.

Seitdem ich nicht mehr kiffe, trainiere ich wieder regelmäßig, spiele Bowling, Dart und unternehme jedes Wochenende was mit meiner Frau. Sie erkennt mich überhaupt nicht wieder. Unsere Beziehung ist so viel besser geworden. Es ist unglaublich wie sich alles zum positiven verändert hat. Der letzte Schritt war es wieder Träume und neue Ziele zu haben. Es hat ziemlich lange gedauert, aber mir wurde immer mehr bewusst, was ich vom Leben erwarte.

Fazit

Mit dem Kiffen aufhören war nicht einfach, aber es war die beste Entscheidung meines Lebens! Ich will mir gar nicht ausmalen, welche Folgen der Cannabis-Konsum auf mein weiteres Leben gehabt hätte. Die Jahre würden wahrscheinlich weiter an mir vorbeifliegen und ich wäre weiter unglücklich und unzufrieden.

Der Anfang ist hart, aber die Motivation steigt nach der ersten Nacht so an, dass der Wille immer stärker wird. Durchzuhalten und clean zu bleiben ist das was die meisten nicht schaffen. Zum Glück bin ich damals auf die Seite gestoßen. Ich konnte mich darauf einstellen und wusste, was zu tun ist, das war mein Glück.

Wenn ich jetzt noch schwierige Momente habe, poste ich meine Gedanken in die Gruppe und schnell sind meine Gedanken wieder geordnet. Ich kann jedem, der aufhören will zu kiffen nur sagen, fang einfach an. Es wird mit der Zeit immer schwieriger den Absprung zu schaffen. Das Aufschieben ist nur eine Ausrede, denn es gibt ja immer einen Grund, warum es momentan nicht geht.

Jeder Tag, an dem ich es aufgeschoben habe, war ein verlorener Tag! Ich hätte schon viel früher aufhören sollen. Es ist aber wie es ist und man kann die Vergangenheit nicht ändern, nur die Zukunft! Lass dich nicht mehr von der Droge kontrollieren. Du solltest über dein Leben bestimmen und nicht eine Pflanze, die dich betäubt und dir die Lebensfreude raubt.

In diesem Beitrag versuche ich nicht Cannabis zu verteufeln, auch wenn es so klingt. Es kann viel Gutes bewirken, wenn man krank ist und es alternativ zu Medikamenten einnimmt, um schmerzen zu lindern oder Probleme zu beheben. Ich weiß das THC Krebs schon geheilt hat und das CBD sehr gut für viele Patienten ist, die schwerwiegende körperliche Krankheiten haben.

Ich glaube das ein gesunder Mensch kein Cannabis nehmen sollte. Meistens sind es Probleme die anders behandelt werden sollten. Depressionen können mit Cannabis betäubt werden aber sie beheben nicht die Ursache. Es sind meistens psychische Probleme aus verschiedenen Bereichen die Menschen zum Joint greifen lässt. Anstatt sich zu betäuben, sollte herausgefunden werden, wo sie herkommen und daran arbeiten.

Wenn du es nicht alleine schaffst, kannst du dir professionelle Hilfe suchen. In Deutschland wird es als Schwäche angesehen sich Hilfe zu suchen. Ich denke, es zeigt die Stärke eines Menschen etwas zu ändern, anstatt sich täglich mehrere Gramm eines Nervengifts hereinzuziehen und nichts zu ändern. Dadurch verschwinden die Probleme nämlich nicht. Im Gegenteil, es wird mit der Zeit immer schlimmer!

Deswegen hör so schnell wie möglich auf zu kiffen, wenn du merkst das es dein Leben negativ beeinflusst. Wenn ich nur ein Leben mit diesem Beitrag zu positiven ändern konnte, macht mich das super glücklich. Ich weiß wie es ist am Anfang zu stehen und nicht zu wissen was auf mich zukommt und was sich verändert. Ich kann es nur noch ein letztes Mal sagen: „Es war die beste Entscheidung meines Lebens mit dem Kiffen aufzuhören.“

So, das war’s erstmal von mir. Ich wünsche dir alles Gute für deine Zukunft und das dein Leben in Zukunft genau so wird, wie du es dir immer vorgestellt hast. Wenn ich habe es geschafft habe, dann kannst du es auch schaffen. Ich glaub an dich!

Bis dahin

Matthias

 

15 Kommentare

  1. Hi,
    ich finde es wirklich toll, das du aufgehört hast und es hoffenlich so beibehältst 🙂

    Vor 10 Wochen habe ich ebenso zum dritten mal aufgehört.
    Einmal war es meine MPU, zum zweiten habe ich aufgehört, weil ich in meiner Tätigkeit viel Nachts und mit dem Auto unterwegs war. Und zum dritten mal, weil ich wirklich die freude daran verloren hatte uns es mich wirklich angewiedert hat, bekifft zu sein.

    Was ich bei mir beobachtet habe ist, das ich seit meiner Abstinenz harte Gedächtnisprobleme bekommen habe.
    Das was ich erlernt habe, habe ich quasi vergessen. Als würde ich alles zum ersten mal machen, bzw. als hätte das, was ich an arbeiten gemacht oder gedanken gehegt hatte, jemand anderes gewesen ist der diese gemacht oder gedacht hat.

    Ich bin von Kind an kreativ gewesen, auch ohne kiffen. Nun bin ich so kreativ wie ein Fahrplan.
    Das macht mir wirklich Sorgen. Ich war beim Neurologen und beim Psychologen, beide konnten keine Störung oder Depressionen feststellen. Ich bin eigentlich kerngesund, aber wie oben erwähnt, ich mache alles quasi zum ersten mal…

    Ich bin mir sicher, das man andere Persönlichkeiten hat, wenn man unter Rausch ist oder wenn man nüchtern und abstinent ist.
    Aber das das so hart ist, das kann ich mir nicht erklären…

    Bei der zweiten Abstinenz hatte ich das auch gemerkt, es war aber nicht so intensiv wie bei diesem mal.
    Vielleicht ist das noch mein Genesungsprozess, aber wie gesagt, es bringt mich zum Grübeln ob ich jemals wieder kreativ sein kann oder eben freude an etwas gewinne in dem ich mich in etwas hineindenke und empathisch versuche es zu durchdringen.

    Das hatte mich nämlich immer schon ausgemacht, meine empathie und meine krativität.

    LG

  2. Hey, bin so verzweifelt weil ich aufgehört habe zu kiffen.
    Ich bin 27 Jahre alt zweifache Mama und kiffe seit dem ich 15 bin (Schwangerschaften ohne Probleme aufgehört, aber nicht gestillt weil das kiffen wichtiger war traurig aber wahr 🙁 )

    Jetzt kiffe ich seit angeblich einer Woche nicht drei Tage durchgezogen ohne aber dann wieder drei Tage nur abends, dann wieder geraucht und war mit denn Kindern draußen und habe mich sooo gehasst das ich wieder geraucht habe für was dachte ich mir, jedesmal wenn ich Stoned bin will ich aufhören aber greife immer wieder zurück zum joint, gestern komplett nicht geraucht launisch gewesen Schweiß Ausbrüche heul Attacken und ich bin heiser seit dem ich aufgehört habe und diese scheiss Übelkeit macht alles noch schlimmer …und die Nacht vor allem mein Traum hat mir so viel Angst gemacht obwohl ich nie wirklich nie träume …

    Konnte einfach nicht schlafen und hab beschlossen mal so um drei Uhr nachts zu putzen was mir nicht mal Spaß gemacht hat weil ich genervt war und eig rauchen wollte ! Stoned kann ich besser putzen, essen tue ich garnicht mehr, bin soo extrem Appetitlos was schon während des kiffens war und ich so extrem abnehme das ich zu dünn bin für meine Größe 🙁 und dachte als alleinerziehende Mama die es schwer hat mit zwei Kleinkindern ist das kiffen besser als anti depressives bullshit !! Ich bin am Ende noch depressive gewesen und heute tut mir gefühlt mein ganzes Körper weh und bin extrem müde und so lustlos.

    Wann wird es besser Ich weiß ist nicht lange her das ich aufgehört habe aber wieso mag ich mich Stoned mehr als so ?
    Ich nimm doch eig jetzt alles wahr bin einfach so verzweifelt

    1. Bleib stark, dein Körper gibt dir die Quittung für 12 Jahre kiffen, am besten nimm die Kids und fahr 2 Wochen weg. Mir hilft eine Stunde Sport und leichtes Essen, damit bekomme ich den Körper gut müde und das leichte Essen liegt nicht so schwer im Magen.
      Es wird tatsächlich schwer für dich, aber schau deine Kinder an und mach dir klar das deine Kinder keinen Respekt vor dir haben werden, wenn sie realisieren was ihre Mama macht. Sie werden dich als Junkie abstempeln. Das willst du nicht! Sei stark, für sie !

    2. Quatsch!
      Mein Vater hat, zumindest solange ich Ihn kenne, immer geraucht.
      Das hab ich mit 16 das erste mal wahrgenommen, und fand es damals sogar ziemlich cool.
      Er hat nie vor mir geraucht, aber als ich es dann wusste war mir klar, warum er allabendlich verwand – das war alles!
      Er war nie ein schlechter Vater! Hat nie getrunken, Gewalt angewendet oder uns sonst auf irgendeine Weise verletzt.
      Er hat dafür gesorgt, dass ich eine gute Schule besuchen, und später studieren konnte – es hat uns nie an etwas gefehlt.
      Als ich dann mit 18 selbst angefangen habe zu rauchen, konnte er mir wertvolle Tipps betreffend des Konsums geben und hat mich auf Bahnen gelenkt, in denen ich zwar Alkohol und andere Drogen probiert habe, doch nie hängen geblieben bin.
      Ebenso wurde mir gezeigt, wie wichtig längere Konsumpausen sind.
      Wenn Du, Gökce, aufhören willst mit Kiffen, dann solltest Du das für dich tun und es Dir Wert sein. Aber auch als Kifferin kannst Du mit Sicherheit eine tolle Mama sein.
      Aber wie Du schreibst fühlst Du dich nach dem Konsum nicht gut. Ich kenne das. Es ist ein klares Zeichen von Deinem Körper, auf das Du hören solltest…
      Ich hoffe Du bis nach wie vor stark geblieben?!

  3. Hi..
    Ich habe mitte Februar dieses Jahre aufgehört, weil ich Depressionen bekommen habe.Seitdem kämpfe ich mit starker innerer Unruhe, so dass ich zum schlafen schlaftabletten Zopiclon brauche.
    Diese innere Unruhe und die Depression machen mich fertig.

  4. Ich habe seit dem ich aufgehört habe seltsame Gedanken und Gedankenspielchen. Zu dem ein sehr eingeschränkten Wortschatz und manchmal steigere ich mich in Psychosen oder andere Dinge rein. Ich habe ebenso schwankschwindel und stand-Gangunsicherheit. Hat jemand Erfahrung

    LG

    1. Ich glaube bei mir ist das auch so. Habe auch sehr viel gekifft. Heute ist zwar erst Tag 2 aber ich bin bereits auf die Symptome die der Entzug mit sich bringt gestoßen, da auch ich dachte ich habe eine Psychose oder Ähnliches, allerdings kann Angst, Nervosität und innere Leere wohl ein Symptom des Entzugs sein. Ich hoffe zumindest es ist der Entzug aber vermute schon, da es nach 24h erst eingesetzt hat und ich zudem auch Magenschmerzen und teilweise Kopfschmerzen habe

    2. Hallo zusammen,

      habe ebenso nach 6 Jahren täglichem Konsum aufgehört mit dem Kiffen ..( vor ca 16 Wochen)! Ich kenne genau diese Gefühle von denen ihr schreibt , habe eine schwere Zeit durchgemacht mit Gedanken und innerer Unruhe. Bin auch Vater zweier Kinder und dachte mir es kann so nicht weitergehen .- allein aus dem Grund der Vorbildfunktion . Es war und ist noch teilweise Schwer jedoch haben mir so Texte wie andere mit ihren Gefühlen gekämpft haben Stärke gegeben und das Gefühl das ich nicht alleine bin mit diesen Gefühlen. Ich wusste nämlich das es am Entzug liegt. Bleibt stark und macht weiter und ihr werdet sehen es wird euch viel besser gehen . Ich würde sagen die Zeit und die innere Stärke wird euch zum richtigen Ziel bringen . Ich möchte auf diesem Weg jedem die Daumen drücken die vor haben aufzuhören

  5. Meine Lieben….
    …Mein Ex-Freund hat mich mit 18 Jahren zum kiffen animiert. Ich bin mittlerweile 30. Rauche seit Jahren jeden Tag vorm Schlafengehen. Mein ex hat mich vor 3 Jahren verlassen, hat direkt danach eine neue Freundin gehabt und sie nach wenigen Monaten geschwängert. Es ist jetzt so, als ob das kiffen mich insgeheim im Liebeskummer einsperrt. Kennt das jemand? Mein leben zieht an mir vorbei, kann nicht fassen dass ich nun 30 Jahre alt bin….Gestern Abend war ich bei einer alten Freundin und Kollegin. Sie möchte ein Kind bekommen, wir sprachen über die Erfolge der ehemaligen Kollegen, über unser Leben. Danach bin ich heulend nach Hause gefahren… Ich habe ganz verrückte Gedanken, leide unter einer heftigen Depression die sich vor allem morgens bemerkbar macht.

    Ich Weine seit Jahren jeden Tag, vor einigen Monaten habe ich dann die ersten konkreten Selbstmordgedanken entwickelt… Was mich besonders fertig macht ist mein Doppel-Leben. Diese große Lüge, die ich lüge. Ich dusche alle paar Tage Mal,meine Wohnung habe ich schon Monate nicht geputzt und ich hasse mich selbst. Nach außen hin bin ich aber diese lebensbejaende, (augenscheinlich) attraktive,erfolgreiche Frau. Eines ist mir also noch geblieben: das Talent, eine vollkommen falsche Realität vorzugaukeln.

    Ich will das alles nicht mehr, dass soll alles enden. Ich habe aber Angst vor dem Entzug…besonders weil ich gekifft habe, um mich von den großen Ängsten und Aufgaben meines Lebens zu verstecken. Der Gedanke, dass ich nun wieder träumen werde wenn ich aufhören, versetzt mich in unglaubliche Panik. Weil ich in den träumen ihm begegnen werde. Ich weiß nicht wie ich es hinbekommen soll, dass kiffen aufzuhören…aber meine Intuition sagt mir, ich muss es tun ICH MUSS ES EINFACH…sonst spring ich irgendwo runter. Ich habe das noch nie jemandem gesagt..und während ich das hier grade tippe spüre ich, wie mein Gesicht ganz warm wird und die Tränen gleich kommen. Ich bin seit einiger Zeit schon nicht mehr krankenversichert, auch das ist eine Konsequenz meiner Sucht.

    Ich bekomme mein Leben nicht in dem Griff,und keine würde das vermuten. Alle wären schockiert, niemals würde das jemand glauben. Ich brauche etwas oder jemanden, der mich da Durchbegleitet…irgendwie bin ich also nach dieser furchtbaren Nacht auf diese Seite gestossen, und auch wenn ich hier niemanden kenne, so spüre ich einen kleinen Hoffnungsschimmer aufkommen. Einfach nur, weil ich das hier Grad loswerde… Ich habe jetzt auch keinen Frage oder so. Ich wollte mich nur Mal mitteilen und bitte schreibt keine gemeinen Texte, ich habe Angst das ich mich noch mehr hassen werde wenn ich lesen sollte, dass ich selber schuld bin. Das weiss ich selbst.

    Letztens habe ich mir vorgestellt, wie mein 5-jähriges ich lachend und glücklich auf mich zurennt. Ich wollte sie umarmen und lieben und sie beschützen vor dem, was da auf sie zukommt. Ich liebte dieses kleine Mädchen in meiner Vorstellung. Wieso habe ich diese liebe und Empathie nicht jetzt gerade für mich… Danke das es euch gibt und das ich all das hier tippen darf. Bitte motiviert mich es anzugehen, bitte betet für mich und alle diejenigen, die das selbe Schicksal erleiden…oder drückt die Daumen oder was auch immer. Ich schreib ins Universum raus und hoffe, irgendwas kommt zurück. Irgendwas. Scheiss ich gleich wenn ich daheim bin das übrige Gras in die Toilette? Was würdet ihr mir empfehlen ? Danke für euer Ohr

    1. Hallo Lulu,
      Ich kenne diese Gedankengänge von dir sehr gut, mir ging es ähnlich wie dir. Ich habe nichts mehr in meinem Leben hinbekommen und niemand hätte das vermutet, weil ich es so gut verstecken konnte. Hatte zwar immer Arbeit, habe irgendwie meinen Alltag bewältigt und alles gerade noch hinbekommen das es irgendwie noch funktioniert hat, aber ich will mehr von diesem Leben und es musste sich etwas ändern.

      Ich habe fast 17 Jahre lang gekifft, zuletzt mehrere Gramm am Tag. Es war das erste was ich morgens machte und das letzte was ich vor dem schlafen gemacht habe, kiffen hat meinen Alltag bestimmt und stand bei mir immer an erster Stelle und es hat sich fast seltsam angefühlt nicht breit zu sein.
      Ich habe mich immer mehr zurück gezogen meine sozialen Kontakte vernachlässigt und das mit noch mehr Konsum kompensiert.
      Ich habe mich genau wie du immer vor dem Entzug gefürchtet, mich meinen Problemen die man Jahre lang verdrängt hat zu stellen.

      Die erste Woche des Entzugs war die schlimmste, deswegen habe ich mir zwei Wochen Urlaub genommen und bin ans Meer gefahren. Zugegeben die erste Woche war nicht sehr schön, da ich sehr heftige körperliche Entzugserscheinungen hatte, die sich in Form von Magen- Darmbeschwerden und Kopfschmerzen geäußert haben. Außerdem war ich Emotion leicht reizbar und meine Gefühlswelt war sehr durcheinander.
      Ab der zweiten Woche fing es an mir stetig besser zu gehen, ich fing langsam wieder an zu träumen, erst sehr intensiv und unangenehm aber das legte sich nach kurzer Zeit und ich fing an mich richtig drauf zu freuen abends ins Bett zu gehen und zu träumen, weil ich das Jahre lang nicht getan hatte.
      Ich fing wieder an Sport zu machen und habe mich wieder meinen Hobbys gewidmet und habe mich auch meinen sozialen Kontakten zugewendet, mein Leben hat sich einfach wieder lebenswert angefühlt.

      Es hat mich sehr viel Kraft und Motivation gekostet das zu schaffen, was mir in dieser Zeit sehr geholfen hat war Meditation und ich habe mich mit Spiritualität beschäftigt. Ich habe begonnen täglich morgens nach dem aufstehen 20- 30 Minuten zu meditieren. Fang mit ein paar Minuten an und steigere dich dann immer stetig, irgendwann wirst du diesen Zustand lieben 😉
      Falls du diesen Weg nicht alleine gehen möchtest oder kannst gibt es heutzutage viele Möglichkeiten/ Beratungsstellen wo man Hilfe in Anspruch zu nehmen kann. Es kostet oft viel Überwindung sich einzugestehen das man diese braucht, aber es wird sich lohnen und ich bin mir sicher das auch du das schaffst.

      Peace Olly

  6. Hey,
    Ich bin leider selbst ein ziemlich übler Fall. Mit 12 habe ich mich das erste mal mit Drogen auseinander gesetzt. Ich bin zu dieser Zeit in Berührung mit sehr starken Weed gekommen, welches mir (wie fast jedem erst Konsument) sehr gut gefallen hat. Leider hat es meine Toleranz für die darauffolgenden Jahre geprägt und ich konsumiere deutlicher mehr als mein Umfeld. Mit nun 19 Jahren rauche ich dauerhaft seit 7 Jahren und habe es immer noch nicht geschafft aufzuhören. Jede eurer Geschichten ist wichtig um Menschen wie mir zu zeigen das es funktioniert und das ich wieder eine Normalere Art der Wahrnehmung erlangen kann. Jeder kleine Form von Entzug die ich durch gemacht habe war wirklich für Geist und Körper eine Qual. Mein Respekt an alle die es geschafft haben clean zu werden, ich schaffe das auch noch!

  7. Hallo, nicht das Gras macht dich fertig sondern das kiffen. Man muss auf seine Bedürfnisse achten, das heißt : Ein Zuhause/finanzielle Absicherung, eine dauerhafte Gesellschaft/Gemeinschaft aus positiven und guten Menschen (Echte Freunde,FamilIe oder bei dir die Kinder), Leidenschaften/Hobbys verfolgen, täglich ausreichende Bewegung und mehr auf den Beinen sein als auf dem Sofa oder Bett (Ansonsten mit fast täglich Sport ausgleichen). Das brauch man um Zufrieden zu sein, glücklich machen dich erfüllte Ziele und Erfolge. TV und SocialMedia macht auch unbewusst süchtig und bewegt viele Menschen dazu drinnen zu bleiben. Das Leben ist nicht drinnen sondern draußen.
    Man kann als Kiffer auch glücklich und Zufrieden sein solange du diese Bedürfnisse erfüllst, sonst würde ich zum Arzt gehen und checken ob sich eine Störung etc. bei dir gebildet hat aber ich denke nicht. Versuche nicht alles auf einmal sondern Schritt für Schritt. Um so mehr der Entzug sich lindert um so mehr Gas geben, aber nicht warten.
    Freundliche Grüße und alles Beste

  8. Hallo zusammen.

    Ich bin 26. Habe nun 6 Jahre gekifft.
    Mal mit Pausen mal ohne (die letzten 4 ohne)
    Habe drei Ausbildungen erfolgreich abgeschlossen. Und bin nun seit Januar fertig mit der dritten und Rauch nicht mehr seit 6 Wochen.

    Habe als Ablenkung mit dem dampfen wieder angefangen.

    Ich fühle mich nicht anders als vorher. Ich fühle mich zwar fitter und hab nen dauerpuls von gefühlt 120, aber ich tendiere wieder anzufangen.

    Wir leben in einer Welt in der Menschen sich hassen und die Liebe verdrängen. Ich bekomme Gedanken, meine Flügel abzuschneiden und die Seite zu wechseln. Da es ja keinen Unterschied macht ob ich liebe oder hasse. Denn liebst du, bist du wie das Licht für Motten. Hasst du, dann bist du einsam und allein.

    Ich bin klar, doch ich fühle mich als wäre ich falsch hier. Falsch in dem Sonnensystem, falsch auf diesem Planeten und falsch in der Zeit.

    Ich warte noch mit dem „wieder anfangen“ da ja immer spontane und überraschende Wendungen im Leben eintreffen. Doch ich sehe keinen Unterschied ausser mehr Leid und weniger Liebe.

    Das einzig positive. Die schlangen sieht man besser. Die Schlagfertigkeit ist noch krasser und man ist schnell im Kopf. Aber hey. Kein Wunder bei dem digitalen input.

    Was sagt ihr? Weitermachen oder wieder anfangen. Ich lebe alleine keine Verantwortung ausser mir gegenüber.

    Lg..

  9. Hi, mir geht es genauso, wie es die meisten beschreiben. Bin jetzt 48 J. und hab mit 16 J. angefangen zu Kiffen, habs einmal aufgehört als ich 42 J. alt war und dann wieder mit 45 J. angefangen..dafür könnte ich mir jeden Tag eine reinhauen. Und die letzte zwei Jahre völlig übertriben, Morgens vor der Arbeit schon 3 Dübel, wärend der Arbeit min.2-3, Abends 4-5. Bin jetzt seit 2,5 Monaten wieder Rauchfrei weil ich keinen Bock mehr hab auf Matschbirne und Heimliches rumgetue mit dazu hab ich immer mehr Hass auf mich und meinen Mitmenschen entwickelt. Jetzt ziehe ichs diesesmal voll durch, hab massive Entzungserscheinungen bis jetzt..nach wie vor Schwindel, Übelkeit, Schlafprobleme, Ohrensaussen usw. es gibt Tage da isses mal besser und dann wieder voll Übel, bin auch seit 2 Monaten krank geschrieben weil ich so nicht Arbeiten kann.
    Bin froh das ich es los bin und meide jeglichen Kontakt zu Kiffer und den rest schaffe ich jetzt auch noch.
    Hab mir bestimmte Ziele gesetzt und das will ich endlich erreichen.
    Haltet durch und bleibt Abstinenz von dem Teufelszeug!!!

    VG. Z..i

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