
Kiffen in der Jugend ist ein Thema, das viele Jugendliche beschäftigt. Vielleicht bist du neugierig, vielleicht konsumieren Freunde bereits oder du hast schon erste Erfahrungen mit Cannabis gemacht. Genau deshalb ist es wichtig, sich ehrlich mit den möglichen Folgen auseinanderzusetzen.
In diesem Beitrag erklären wir dir:
• warum Cannabis für Jugendliche besonders riskant sein kann
• wie Cannabis im jungen Körper wirkt
• welche langfristigen Folgen entstehen können
• warum viele Jugendliche überhaupt mit dem Kiffen anfangen
Unser Ziel ist es nicht, dich zu verurteilen. Wir wollen dir einfach die Informationen geben, die du brauchst, um eine informierte Entscheidung treffen zu können.
Wenn du mehr über die allgemeinen körperlichen Auswirkungen erfahren willst, lies auch Auswirkungen von Cannabis auf den Körper.
Die Jugend ist eine entscheidende Phase im Leben. In dieser Zeit entwickelt sich dein Gehirn, deine Persönlichkeit und dein Verhalten.
Gerade in dieser Phase entstehen auch viele Einstellungen zu Themen wie:
• Alkohol
• Cannabis
• andere Drogen
• Umgang mit Stress
• Freundschaften und Gruppenzugehörigkeit
Studien zeigen, dass regelmäßiger Cannabiskonsum im Jugendalter das Risiko für langfristige gesundheitliche Probleme erhöhen kann. Besonders betroffen sind Bereiche wie:
• Gedächtnis
• Konzentration
• Lernfähigkeit
• emotionale Kontrolle
Je früher der Konsum beginnt, desto größer kann das Risiko für langfristige Auswirkungen sein.
Viele Jugendliche erleben beim ersten Joint eine starke Euphorie. Man fühlt sich locker, lacht viel und nimmt Dinge intensiver wahr.
Typische erste Effekte sind:
• starke Glücksgefühle
• viel lachen
• veränderte Wahrnehmung
• der bekannte „Fressflash“
Doch nicht jeder reagiert positiv auf Cannabis. Manche erleben auch unangenehme Nebenwirkungen.
Dazu gehören zum Beispiel:
• Konzentrationsprobleme
• trockener Mund
• Herzrasen
• Verlust des Kurzzeitgedächtnisses
• Paranoia
• Angstzustände
• Schwindel
• Übelkeit
• Kopfschmerzen
Wenn du wissen willst, welche Nebenwirkungen Cannabis noch haben kann, lies auch 43 Nebenwirkungen durch den Konsum von Cannabis.
Cannabis wirkt auf das sogenannte Endocannabinoidsystem. Dieses System spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Gehirns.
Während der Jugend befindet sich das Gehirn noch in einer intensiven Entwicklungsphase. Regelmäßiger Cannabiskonsum kann deshalb bestimmte Prozesse beeinflussen.
Mögliche Folgen können sein:
• schwächeres Gedächtnis
• schlechtere Konzentration
• geringere Lernfähigkeit
• schlechtere Selbstkontrolle
• stärkere emotionale Schwankungen
Außerdem kann Cannabis bei manchen Jugendlichen psychische Probleme verstärken. In seltenen Fällen kann es sogar zum Ausbruch einer Psychose kommen. Mehr dazu liest du im Beitrag – Die Wahrheit über Cannabis-Psychosen.
Das Gehirn entwickelt sich ungefähr bis zum 25. Lebensjahr. Cannabis kann diesen Entwicklungsprozess beeinflussen.
Mögliche Folgen:
• schlechteres Gedächtnis
• geringere Aufmerksamkeit
• Probleme beim Lernen
• schlechtere Impulskontrolle
Cannabis kann nicht nur das Gehirn beeinflussen, sondern auch andere Bereiche des Körpers.
Mögliche körperliche Folgen sind:
• Atemprobleme
• chronischer Husten
• Herz-Kreislauf-Belastung
• Müdigkeit
• geschwächtes Immunsystem
Cannabis wird häufig als sogenannte Einstiegsdroge bezeichnet. Wer früh mit Drogen experimentiert, kommt statistisch häufiger mit anderen Substanzen in Kontakt.
Das bedeutet nicht, dass jeder Konsument später härtere Drogen nimmt. Dennoch steigt das Risiko, in entsprechende Kreise zu geraten.
Viele regelmäßige Konsumenten berichten von zunehmender Antriebslosigkeit.
Das kann sich äußern durch:
• weniger Motivation für Schule
• weniger Interesse an Hobbys
• geringere Ziele im Leben
Viele ehemalige Konsumenten sagen später, dass sie in dieser Zeit wichtige Jahre ihres Lebens „verpasst“ haben.
Regelmäßiger Konsum kostet Geld. Wer häufiger konsumiert, gibt schnell mehrere hundert Euro im Monat aus.
Dieses Geld fehlt dann für andere Dinge, zum Beispiel:
• Hobbys
• Reisen
• Sport
• Ausbildung
Wer regelmäßig Cannabis kauft, kommt zwangsläufig mit bestimmten Kreisen in Kontakt.
Dabei kann man auch mit anderen illegalen Substanzen oder kriminellen Strukturen in Berührung kommen.
Cannabis und Autofahren passen nicht zusammen.
THC kann:
• die Reaktionszeit verlangsamen
• das Urteilsvermögen verschlechtern
• die Konzentration reduzieren
Wer unter Einfluss von Cannabis fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere.
Viele glauben, Cannabis mache nicht süchtig. Tatsächlich kann jedoch eine psychische Abhängigkeit entstehen.
Besonders Jugendliche sind gefährdet, weil ihr Gehirn noch in der Entwicklung ist.
Typische Anzeichen einer Abhängigkeit sind:
• häufiges Verlangen nach Cannabis
• steigende Konsummenge
• Probleme beim Aufhören
• Vernachlässigung von Schule oder Freunden
Trotz aller Risiken probieren viele Jugendliche Cannabis aus. Dafür gibt es verschiedene Gründe.
Jugendliche wollen neue Erfahrungen machen. Wenn Freunde konsumieren, ist der Schritt zum eigenen Experiment oft nicht weit.
Viele Jugendliche möchten Teil einer Gruppe sein. Wenn Cannabis in der Clique konsumiert wird, entsteht schnell sozialer Druck.
Ein weiterer Grund kann sein, dass Jugendliche versuchen, unangenehme Gefühle zu verdrängen.
Zum Beispiel:
• Stress
• Traurigkeit
• Angst
• familiäre Probleme
Ohne Unterstützung können solche Situationen dazu führen, dass Cannabis als „Flucht“ genutzt wird.
Kiffen in der Jugend kann mehr Probleme verursachen, als es löst. Besonders kritisch ist, dass sich das Gehirn noch in der Entwicklung befindet.
Mögliche Folgen sind:
• geringere Denkleistung
• psychische Probleme
• Antriebslosigkeit
• schulische Schwierigkeiten
• Risiko einer Abhängigkeit
Deshalb lohnt es sich, genau zu überlegen, ob der kurzfristige Spaß wirklich das Risiko wert ist.
Viele ehemalige Konsumenten berichten später, dass sie sich wünschen, sie hätten früher damit aufgehört oder gar nicht erst angefangen.