Schlaftabletten: Die letzte Möglichkeit, mit dem Kiffen aufzuhören?

So schaffst du es durch die ersten Nächte!

Schlafprobleme und Energiemangel aufgrund des Cannabis-Entzugs können sehr belastend sein. Man fühlt sich den ganzen Tag müde und kann abends nicht zur Ruhe kommen, häufig wacht man alle paar Stunden auf. Wenn dies länger als eine Woche anhält, wird verständlich, warum es nicht jedem einfach fällt, mit dem Kiffen aufzuhören, auch wenn man es wirklich möchte. In diesem Beitrag werden wir über das wohl kontroverseste Hilfsmittel für den Cannabis-Entzug sprechen.

1. Was genau sind Schlaftabletten?

Schlaftabletten sind Medikamente, die eingesetzt werden, um Schlafstörungen zu behandeln. Sie werden auch als Hypnotika bezeichnet und sollen dazu beitragen, Cannabis-Patienten während des Entzugs schneller einzuschlafen zu lassen, die Schlafdauer zu verlängern oder das nächtliche Aufwachen zu reduzieren.

Schlaftabletten können verschreibungspflichtig oder rezeptfrei sein und es gibt verschiedene Arten von Wirkstoffen, die zur Herstellung verwendet werden.

Einige Schlaftabletten wirken beruhigend und sedierend, während andere den Körper zur Entspannung anregen oder das Gehirn beeinflussen, um den Schlafzyklus zu regulieren.

Es ist wichtig zu beachten, dass Schlaftabletten nicht für jeden geeignet sind und die Einnahme vorher mit einem Arzt besprochen werden sollte.

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2. Wie genau können Schlaftabletten während des Cannabis-Entzugs helfen?

Schlaftabletten können während des Cannabis-Entzugs helfen, indem sie den Schlaf verbessern und Schlafstörungen lindern. Wenn jemand Cannabis regelmäßig konsumiert hat, kann es während des Entzugs zu Schlafstörungen kommen, da das Gehirn und der Körper sich an den regelmäßigen Cannabiskonsum gewöhnt haben und sich nun an die Abwesenheit des Rauschmittels anpassen müssen. Dies kann zu Problemen beim Einschlafen, Durchschlafen oder zu einem allgemeinen Mangel an erholsamem Schlaf führen.

3. Welche Schlaftabletten sind die Besten?

Es gibt keine „besten“ Schlaftabletten, da die Wirksamkeit und Verträglichkeit von verschiedenen Faktoren abhängt, wie zum Beispiel der Art der Schlafstörung, den individuellen Bedürfnissen und der körperlichen Verfassung des Patienten. Nach über 10 Jahren Erfahrung auf diesem Gebiet hat sich eins herausgestellt. Die Schlaftabletten, die der Arzt den Betroffenen verschreibt, sind in den meisten Fällen viel zu stark. Daher haben wir damals mal ein rezeptfreies Schlafmittel probiert.

Es gibt unzählige, aber eins hat sich als Geheimtipp herausgestellt. Obwohl es nicht verschreibungspflichtig ist, hat es bis jetzt jedem vollkommen ausgereicht, die ersten Nächte zu überstehen. Wir empfehlen dir trotzdem, vor der Einnahme von Schlaftabletten, mit deinem Arzt zu sprechen. Unsere Empfehlung sind die Schlaftabletten von Vivinox mit dem Wirkstoff Diphenhydramin.

4. Wie werden die Schlaftabletten eingenommen?

Für Erwachsene ab 18 Jahren gilt: Nimm etwa 15-30 Minuten vor dem Schlafengehen eine Tablette ein, um die Wirkung zu entfalten. Aber Achtung! Schluck die Tablette unzerkaut mit genügend Flüssigkeit – zum Beispiel einem großen Glas Wasser – herunter. So kann die Tablette schneller aufgelöst werden und der Wirkstoff wird effektiver von deinem Körper aufgenommen.

5. Was passiert im Körper nach der Einnahme?

Wenn man Diphenhydramin gegen Schlafprobleme einnimmt, gelangt es schnell in das zentrale Nervensystem und bindet dort an H1-Rezeptoren. Das hat eine sedierende Wirkung, die müde macht und somit bei Schlafproblemen hilft. Diphenhydramin wird hauptsächlich über die Leber verstoffwechselt und über den Urin ausgeschieden. Es ist jedoch wichtig, die empfohlene Dosierung nicht zu überschreiten und das Medikament nur nach Rücksprache mit einem Arzt einzunehmen, um mögliche unerwünschte Wirkungen wie Schwindel, Verwirrtheit und Benommenheit zu vermeiden.

6. Können durch Diphenhydramin Nebenwirkungen auftreten?

In den ersten Tagen haben wir keine Nebenwirkungen bemerkt. Trotzdem möchten wir dich gleich über alle möglichen Nebenwirkungen aufklären, damit du informiert bist. Es ist wichtig zu beachten, dass du die Tabletten nach einer Woche absetzen solltest. Wir haben festgestellt, dass sie dazu führen können, dass du dich ein wenig depressiv fühlst. Es ist daher ratsam, nach einer Woche wieder ohne Tabletten zu schlafen. Nach einer Woche hast du das Schlimmste ohnehin überstanden.

Bei der Einnahme von Diphenhydramin können verschiedene Nebenwirkungen auftreten. Zu den häufigsten gehören Mundtrockenheit, Benommenheit, Schwindel, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Magenbeschwerden, Sehstörungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, Verwirrtheit.

In einigen Fällen können auch schwerwiegendere Nebenwirkungen auftreten, wie zum Beispiel: Allergische Reaktionen (Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen, Atembeschwerden), Blutbildveränderungen, Krampfanfälle, Herzrasen, schwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse. Es ist wichtig, bei Auftreten von unerwünschten Wirkungen die Einnahme von Diphenhydramin zu unterbrechen und einen Arzt aufzusuchen.

7. Gibt es Studien über die Wirkung von Diphenhydramin

Ja, es gibt Studien, die sich mit der Wirksamkeit von Diphenhydramin bei Schlafproblemen beschäftigt haben. Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2017 untersuchte die Wirkung von Diphenhydramin auf den Schlaf von älteren Menschen. Die Ergebnisse zeigten, dass Diphenhydramin die Schlafqualität verbessern und die Einschlafzeit verkürzen kann. Es wurden jedoch auch einige unerwünschte Wirkungen wie Müdigkeit am nächsten Tag und Verwirrtheit berichtet.

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2019 untersuchte die Wirkung von Diphenhydramin auf den Schlaf von Patienten mit chronischem Schmerz. Die Ergebnisse zeigten, dass Diphenhydramin die Schlafzeit und die Einschlafzeit verbessern konnte, aber auch hier wurden einige unerwünschte Wirkungen berichtet, wie zum Beispiel Schläfrigkeit am nächsten Tag.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese Studien nur einen begrenzten Einblick in die Wirksamkeit und Sicherheit von Diphenhydramin bei Schlafproblemen bieten. Jeder Mensch reagiert individuell auf Medikamente und es können individuelle Unterschiede in Bezug auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen auftreten. Es ist daher ratsam, Diphenhydramin nur nach Rücksprache mit einem Arzt einzunehmen und die empfohlene Dosierung nicht zu überschreiten.

8. Erfahrungsberichte zu Schlaftabletten, um mit dem kiffen aufzuhören

Für einige unserer Teammitglieder war der unerholsame Schlaf die größte Herausforderung während des Cannabis-Entzugs. Ohne die Schlaftabletten wäre es um einiges schwieriger geworden, die ersten Tage zu überstehen. Aber höre selbst, was unsere Community-Mitglieder über die Schlaftabletten sagen:

Erfahrungsbericht 1

„Ich dachte, ich schaffe es ohne Hilfe, aber die erste Nacht waren doch etwas zu krass für mich. Mit den Schlaftabletten war es dann eigentlich recht einfach. Ich habe gut durchgeschlafen und hatte so genug Power durch den Tag zu kommen. Nach 5 Tagen habe ich dann wieder aufgehört die Tabletten zu nehmen. Mittlerweile bin ich bei Tag 14 und in der 2. Entzugsphase. Das Schlafen ist mitlerweile das kleinste Problem.“

Erfahrungsbericht 2

„Ich habe mir schon vor dem letzten Joint in die Hose gemacht, weil ich wusste wie schlecht ich schlafe und dann auch noch ohne Gras. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie es ohne Schlaftabletten gewesen wäre, aber ich bin direkt auf Nummer sicher gegangen. Am 2. oder 3. Tag hat es nicht so gut gewirkt, aber da habe ich mittags auch fast 3 Stunden geschlafen. Ansonsten bin ich ohne Schlafprobleme richtig gut durch die erste Phase gekommen.“

9. Fazit zu Schlaftabletten für den Cannabis-Entzug

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es unzählige Schlafmittel gibt, sowohl verschreibungspflichtige als auch rezeptfreie. Die verschreibungspflichtigen sind in der Regel ziemlich stark und können den nächsten Tag beeinträchtigen. Eine Alternative dazu ist Diphenhydramin als Wirkstoff, das in der Lage ist, die ersten Tage mit möglichen Schlafproblemen zu bewältigen.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Diphenhydramin nach einer Woche zu leichten depressiven Verstimmungen führen kann und wie jedes Medikament auch andere mögliche Nebenwirkungen hat. Obwohl wir oder andere Community-Mitglieder keine Nebenwirkungen bemerkt haben, sollte man vor der Einnahme mit seinem Arzt sprechen.

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Annalena

Über die Autorin

Hi, ich bin Anna und gehöre seit 2021 zum AZK-Team. Ich habe selber 8 Jahre täglich gekifft und hoffe, dass ich dir mit meinen Erfahrungen weiterhelfen kann. Ich freu mich auf deinen Kommentar zum Beitrag!

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3 Kommentare

  1. Als Neurologie-Fachkrankenpflegerin bin ich etwas geschockt auf Schlaftabletten zu verweisen die alle letztlich süchtig machen. Ja ihr klärt darüber auf, aber (Ex-)Süchtigen sowas zu empfehlen?
    Keine Nebenwirkungen außer der ewig langen Liste auf dem Beipackzettel?
    Schwieriger Artikel, schwierige willkürliche Erfahrungsberichte… Bitte bleibt bei harmlosen Substanzen wie Baldrian, Melantonin usw… Ihr habt keine Ahnung wieviele man damit in die nächste Sucht schickt! Tut mir echt leid weil ich eure Seite gut finde aber diese Empfehlung geht einfach nicht…

    1. Hallo Matilda!

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Wir haben lange darüber nachgedacht, ob wir diesen Beitrag veröffentlichen sollen. Schlaftabletten können Risiken mit sich bringen, und deshalb betonen wir, dass die Einnahme vorher mit dem jeweiligen Arzt abgeklärt werden sollte. Die empfohlenen Schlaftabletten sind auch keine verschreibungspflichtigen Schlaftabletten. Sie sind rezeptfrei überall zu kaufen und nicht vergleichbar mit den starken Schlaftabletten, die ein Arzt verschreiben würde. Du hast jedoch vollkommen Recht, Schlaftabletten sind ein heikles Thema. Wir wollten diesen Artikel dennoch veröffentlichen, weil diese relativ schwachen Schlaftabletten vielen Menschen geholfen haben, den Entzug von Cannabis zu bewältigen.

      Jetzt kommt der wichtige Teil: Viele Menschen schaffen es eigentlich alleine mit reiner Willenskraft aufzuhören und bleiben danach auch durch verschiedene Methoden clean. Das Problem bei diesen Menschen ist, dass sie nicht schlafen können und den Entzug nach wenigen Tagen wegen der Schlaflosigkeit abbrechen. Dafür ist das eigene Cannabinoid Anandamid zuständig, welches durch THC ersetzt wurde. Bis alles wieder im Gleichgewicht ist, dauert es einige Wochen. Daher können Schlafprobleme auftreten. Wenn jemand jedoch durch die Hilfe der schwachen Schlaftabletten die ersten 3-7 Tage schlafen kann, hat er das Schwierigste schon einmal hinter sich.

      Hier findest du einen Beitrag zu den 3 Phasen des Cannabis-Entzugs. Wir arbeiten seit 2014 mit betroffenen Menschen zusammen und können dir versichern, dass es für sehr viele die letzte Möglichkeit war und auch die beste Methode ist. Wichtig ist natürlich, nach spätestens 7 Tagen keine Schlaftabletten mehr zu nehmen, um keine Suchtverlagerung entstehen zu lassen. Das muss jedem vor der Verwendung klar sein, wie wir auch in dem Artikel geschrieben haben. Wenn es nicht schon so vielen Menschen geholfen hätte, wäre dieser Beitrag nie veröffentlicht worden. Daher können wir ihn mit einem guten Gewissen vertreten.

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