
Der Cannabis-Entzug bringt viele Herausforderungen mit sich. Für viele Menschen ist jedoch ein Problem besonders belastend: Schlafstörungen. Manche können mehrere Nächte kaum schlafen, andere wachen ständig auf oder liegen stundenlang unruhig im Bett.
Normalerweise empfehlen wir keine klassischen Schlafmittel als Lösung für den Entzug. Trotzdem haben wir uns nach vielen Jahren entschieden, dieses Thema hier aufzunehmen. Der Grund ist einfach: Es gibt Menschen, die wegen der Schlafprobleme kurz davor stehen, den Entzug abzubrechen und wieder mit dem Kiffen anzufangen.
In solchen Fällen kann eine kurzfristige Notlösung sinnvoll sein. Nicht als Dauerlösung, nicht als Gewohnheit und nicht als Ersatz für echte Schlafstrategien, sondern als letzter Ausweg, um die schwierigsten Nächte zu überstehen.
Viele Menschen unterschätzen, wie stark Cannabis den Schlaf beeinflusst. THC greift in das Endocannabinoid-System ein und kann den natürlichen Schlafrhythmus verändern.
Wenn du plötzlich aufhörst zu kiffen, muss sich dein Körper erst wieder neu regulieren. Typisch sind dann:
Diese Symptome gehören zu den typischen Entzugserscheinungen. Mehr dazu findest du im Beitrag Die 12 häufigsten Entzugserscheinungen durch Cannabis.
Bei den meisten Menschen verbessern sich diese Probleme nach einigen Tagen oder Wochen von selbst. Doch für manche wird der Schlafmangel so extrem, dass sie körperlich und mental kaum noch durchhalten. Genau dann steigt auch das Risiko, wieder zum Joint zu greifen.
Wir möchten ganz klar sagen: Schlaftabletten sollten keine normale Lösung im Cannabis-Entzug sein.
Es gibt jedoch Situationen, in denen Menschen so erschöpft sind, dass sie einfach nicht mehr können. Einige berichten, dass sie nach mehreren schlaflosen Nächten völlig am Ende waren und kurz davor standen, den Entzug abzubrechen.
Genau für diese Fälle kann eine kurzfristige Unterstützung sinnvoll sein. Wenn die Alternative darin besteht, wieder täglich zu kiffen, kann eine kontrollierte Einnahme manchmal helfen, diese kritische Phase zu überstehen.
Wichtig ist jedoch: Diese Option sollte nur im absoluten Notfall genutzt werden.
Wenn überhaupt, sollte man eher zu milderen frei verkäuflichen Schlafmitteln greifen und nicht sofort zu starken verschreibungspflichtigen Medikamenten.
Ein Beispiel dafür sind Vivinox SLEEP Schlaftabletten stark. Diese enthalten den Wirkstoff Diphenhydramin, der seit vielen Jahren als Einschlafhilfe verwendet wird.
Der Wirkstoff kann dabei helfen:
Die Wirkung setzt meist nach 15 bis 30 Minuten ein und kann mehrere Stunden anhalten. Genau deshalb sollte man solche Mittel nicht leichtfertig nehmen und am nächsten Morgen vorsichtig sein, wenn man Auto fährt, Maschinen bedient oder konzentriert arbeiten muss.
Wenn du dich für diesen Schritt entscheidest, solltest du einige wichtige Regeln beachten.
Erstens: Vorher mit deinem Arzt sprechen.
Auch wenn diese Medikamente rezeptfrei erhältlich sind, sollte die Einnahme medizinisch abgeklärt werden. Das gilt besonders, wenn du andere Medikamente nimmst, gesundheitliche Probleme hast oder unsicher bist, ob das Mittel für dich geeignet ist.
Zweitens: Nur kurzfristig verwenden.
Solche Mittel sollten maximal für wenige Tage genutzt werden. Sie sind nicht dafür gedacht, über längere Zeit regelmäßig eingenommen zu werden.
Drittens: Nicht mehrere Tage am Stück einnehmen.
Nutze sie nur an den Abenden, an denen wirklich gar nichts mehr geht. Es geht nicht darum, den natürlichen Schlaf dauerhaft durch Tabletten zu ersetzen.
Viele berichten, dass sie ein Schlafmittel vielleicht zwei oder drei Mal in besonders schwierigen Nächten verwendet haben. Danach wurde der Schlaf langsam wieder besser.
Schlaf ist einer der wichtigsten Faktoren im gesamten Entzugsprozess. Wenn der Körper mehrere Nächte kaum schläft, steigen Stress, Reizbarkeit und Suchtdruck deutlich an.
Gerade deshalb entscheiden sich manche Menschen für eine kurzfristige Unterstützung. Ein paar Stunden Schlaf können manchmal den Unterschied machen, ob jemand den Entzug durchzieht oder wieder rückfällig wird.
Wenn du generell Probleme mit dem Schlaf hast, kann auch der Beitrag Deshalb hast du Albträume, wenn du mit dem Kiffen aufhörst interessant für dich sein.
In unserer Community gibt es einige Menschen, die genau diese Situation erlebt haben. Nach mehreren schlaflosen Nächten waren sie kurz davor, wieder mit dem Kiffen anzufangen.
Einige entschieden sich dann für eine kurzfristige Hilfe durch ein Schlafmittel. Sie konnten dadurch ein paar Nächte wieder schlafen, kamen wieder zu Kräften und schafften es danach, den Entzug weiter durchzuziehen.
Viele berichten, dass sie das Mittel nur ein oder zwei Mal verwendet haben und danach der Schlaf langsam wieder zurückkam.
Schlaftabletten sollten im Cannabis-Entzug keine Standardlösung sein. In den meisten Fällen reichen natürliche Methoden, Geduld und eine klare Abendroutine aus, bis sich der Schlaf wieder normalisiert.
Es gibt jedoch Menschen, die so stark unter Schlafmangel leiden, dass sie kurz davor stehen, den Entzug abzubrechen. In solchen Fällen kann eine kurzfristige Notlösung helfen, diese schwierige Phase zu überstehen.
Wichtig ist nur: Schlaftabletten sollten immer die Ausnahme bleiben. Sie können dir vielleicht über eine besonders harte Nacht helfen, aber der eigentliche Weg bleibt derselbe: Dein Körper muss wieder lernen, ohne Cannabis zur Ruhe zu kommen.