Die 12 häufigsten Entzugserscheinungen durch Cannabis

Darauf solltest du dich einstellen!

Kiffen ist harmlos und man kann jederzeit ohne Probleme aufhören! So einfach ist es für die meisten Dauerkiffer leider nicht. Wenn du mit dem Kiffen aufhörst, wird es in der Regel nicht länger als 24 Stunden dauern, bis sich psychische und körperliche Entzugserscheinungen bemerkbar machen. In diesem Artikel sprechen wir über die 12 häufigsten Entzugserscheinungen durch Cannabis!

Welche Entzugserscheinungen können durch Cannabis entstehen?

Wenn du mit dem Kiffen aufhörst, können psychische, aber auch körperliche Entzugserscheinungen entstehen. Zu den bekanntesten Entzugserscheinungen gehören: Schlaflosigkeit in Verbindung mit wirren Träumen, Nervosität und innere Unruhe, sowie eine zeitlich andauernde negative Grundstimmung. Körperliche Entzugserscheinungen machen sich in Form von Schlafstörungen, Magenproblemen, ständigem Schwitzen und Kopfschmerzen bemerkbar.

Psychische Entzugserscheinungen nach dem Kiffen

Da wir seit 2014 dieses Infoportal betreiben, können wir folgendes sagen: Wir kennen alle möglichen Entzugserscheinungen und haben die meisten selber durchlebt!

Bevor wir uns die 12 häufigsten Entzugserscheinungen ansehen, solltest du eins wissen: Nicht alle Entzugserscheinungen müssen bei dir zutreffen. Es gibt sogar Kiffer, die jahrelang täglich konsumiert haben und kaum Probleme nach dem Aufhören haben. Das passiert relativ selten, ist aber möglich.

Daher solltest du dich nicht zu sehr verrückt machen, wenn du dir gleich die häufigsten Entzugserscheinungen durchliest! Es ist besser, alle wichtigen Entzugserscheinungen zu kennen, anstatt während des Entzugs damit überrumpelt zu werden.

Die gute Nachricht ist, dass du den Cannabis-Entzug mit einfachen Tipps verkürzen kannst. Das angelagerte THC wird so schneller aus deinem Körper verschwinden und die Entzugserscheinungen werden logischerweise nicht so lange anhalten.

 

Psychische Entzugserscheinungen vom Kiffen

1. Suchtdruck

Hörst du mit dem Kiffen auf, fehlt deinem Körper etwas und das lässt er dich nach spätestens 24 spüren. Deine guten Vorsätze und dein Vorhaben mit dem Kiffen aufzuhören werden relativ schnell auf die Probe gestellt. Immer wieder wirst du Argumente finden, warum du heute ausnahmsweise doch noch mal was rauchen kannst. Hier gilt es stark zu bleiben und den Teufel nicht die Kontrolle über deine Gedanken übernehmen zu lassen. Je mehr Tage du geschafft hast, umso leichter wird es werden.

2. Innere Unruhe

Die innere Unruhe ist speziell am Anfang ziemlich schwer zu ertragen. Alles fühlt sich anders an und du bist nicht mehr in deiner gewohnten Gefühlswelt.

Das stresst uns natürlich erstmal. Daher ist die innere Unruhe eine Entzugserscheinung, mit der eigentlich alle ehemaligen Dauerkiffer zu kämpfen haben.

Die innere Unruhe durch den Wegfall von Cannabis fühlt sich an, als ob man einfach nicht zur Ruhe kommt. Gedanken kreisen die ganze Zeit umher und man spürt ein permanentes, negatives Unwohlgefühl.

Die Anspannung ist besonders in den ersten Tagen oder auch Wochen wahrnehmbar. Es schlägt sich in Anspannung, Konzentrationsstörungen, Rastlosigkeit und Nervosität sowie Dünnhäutigkeit und Gereiztheit gegenüber Mitmenschen nieder.

 

Innere Unruhe durch Cannabis

3. Depression

Die 2. Phase des Cannabis-Entzugs heißt eigentlich Bewältigungsphase, weil man angestautes zu verarbeiten hat. In unserer Community hat diese Phase aber schnell eine umgangssprachliche Bezeichnung bekommen.

Die Depriphase! Die ungewohnte, neue Situation ohne etablierten Routinen und Gewohnheiten ist ein Grund für leichte bis mittelschwere Deprigefühle. Zudem wird das fehlende THC versucht, mit dem Cannabinoid Anandamid zu ersetzen. Was aber erstmal seine Zeit braucht.

4. Einsamkeit

Eine der verrücktesten Entzugserscheinungen nach der Kifferzeit sind Einsamkeitsgeühle. Es war absolut nicht nachvollziehbar, warum das bei so vielen Menschen zutrifft, aber es ist leider so.

Ich habe am Anfang noch darüber geschmunzelt, weil ich eigentlich nie Einsamkeitsgefühle habe. Als ich meinen Entzug gestartet habe, hat es aber nicht lange gedauert. Obwohl ich eine Partnerin, gute Freunde und Familie um mich herum hatte, fühlte ich mich einsam!

Bis heute konnten wir nicht wirklich den Grund dafür ausmachen, anscheinend gehört das aber einfach zu einem Cannabis-Entzug dazu. Die gute Nachricht ist, dass es nur ein paar Tage angehalten. Nichts hatte sich verändert, aber das Gefühl war irgendwann einfach wieder weg.

Einsamkeit durch kiffen

5. Angst

Die Angst ist zum Glück bei mir nie wirklich ausgebrochen, weil ich hoch motiviert war und mich immer auf den neuen Lebensabschnitt gefreut habe. Ich habe es geschafft immer positiv zu bleiben, auch wenn es mir körperlich und psychisch teilweise echt schlecht ging.

Ich kann aber vollkommen nachvollziehen, warum so viele Ex-Kiffer Angst verspüren. Die Angst vor dem Neuen, dem ungewissen Ausgang des Versuchs kann schon Angst machen. Speziell wenn man immer wieder denkt, dass man es nicht schafft abstinent zu bleiben. Niemand will aufgeben und zurück zum Leben, das man ja so lange schon nicht mehr will.

Um die Angst vor dem Cannabis-Entzug zu nehmen, haben wir einen tollen Beitrag zur Angst vor dem Cannabis-Entzug geschrieben. Wenn du es schaffst, die Strategien umzusetzen, wirst du die Situation anders angehen und wahrnehmen.

6. Reizbarkeit

Die Reizbarkeit ist der Klassiker unter den Entzugserscheinungen! Bei mir war es zurzeit als Kiffer schon wirklich unangenehm. Jede Kleinigkeit hat mich sofort auf die Palme gebracht.

Im Nachhinein wird mir immer wieder bewusst, wie unausgeglichen ich zu meiner Zeit als Kiffer war. Jetzt, wo ich schon längere Zeit clean bin, gehe ich ganz anders mit stressigen Situationen um. Ich kann meine Emotionen viel besser unter Kontrolle halten und weiß, dass ich mit meiner aufbrausenden Art nie zu einem positiven Ende gekommen bin. Im Gegenteil, es hat meistens alles nur noch komplizierter gemacht.

Während des Entzugs war es dann sogar noch schlimmer als sonst. Meine Wahrnehmung der Situation und das Verhalten der anderen, hatte nichts mit der Realität zu tun. Das habe ich leider immer erst am nächsten Tag gemerkt.

Reizbarkeit durch Cannabis

"Nimm dem Körper seine gewohnten Substanzen und er wird reagieren. Habe geduld und er wird sich mit der Zeit arrangieren."

Körperliche Entzugserscheinungen nach dem Kiffen

Die psychischen Entzugserscheinungen sind logisch, aber gibt es wirklich körperliche Entzugserscheinungen, wenn man mit dem Kiffen aufhört? Die Antwort ist ganz klar ja!

Lange Zeit wurden wir dafür belächelt, weil Cannabis ja so harmlos ist und angeblich keine körperlichen Entzugserscheinungen entstehen können. Das hat sich aber mittlerweile geändert!

Der Körper kann nämlich teilweise heftig auf den Entzug reagieren. Das liegt zum Großteil an dem veränderten THC-Wert. Der THC-Wert hat sich von durchschnittlich 7 % auf 13 % erhöht. Das zeigen Studien der letzten Jahre.

Wenn dein Körper dann darauf verzichten muss, können auch starke körperliche Entzugserscheinungen auftreten. Deshalb solltest du auf die 6 häufigsten vorbereitet sein. So wirst du während des Entzugs nicht überrascht und kannst darauf reagieren.

Körperliche Entzugserscheinungen vom Kiffen

7. Schwitzen

Das Schwitzen ist speziell während der ersten Phase ziemlich nervig. Ich musste die ersten 3 Tage, jede Nacht mehrmals das T-Shirt wechseln. Es war zum Haare raufen. Ich habe auch tagsüber durchweg leicht geschwitzt. Es war zwar nicht so schlimm wie nachts, trotzdem war es ziemlich unangenehm. Zum Thema schwitzen haben wir sogar einen extra Beitrag geschrieben.

8. Schlafprobleme

Einschlafen und durchschlafen ist für viele erst nach Ende der 2. Entzugsphse möglich. Das kann schon ganz schön an den Nerven zehren. Nicht, dass der Cannabis-Entzug nicht schon genug Entzugserscheinungen mit sich bringen kann. Nein, viele müssen sogar noch ohne erholsamen Schlaf auskommen.

Es ist wie verhext. Man ist todmüde und will einfach nur noch schlafen und dann geht es einfach nicht. Man wälzt sich von einer Seite auf die andere und man kommt von der Einschlafphase einfach nicht in die nächste, die Phase des lichten Schlafes.

Das kann schonmal die ersten Tage so gehen, bis man stundenweise erholsamen Schlaf tanken kann. Daher sind bestimmte Routinen und Tipps gerade in den ersten zwei Phasen sehr wichtig. Wenn du dich nicht nur über Entzugserscheinungen informieren willst, sondern Lösungen für all diese benötigst, dann können wir dir die Entzugskur empfehlen. Hier gehen wir auf alle Entzugserscheinungen ein und zeigen dir mehrere Lösungsansätze.

Schlafprobleme durch Marihuana

9. Kopfschmerzen​

Kopfschmerzen sind während des Cannabis-Entzugs auch keine Seltenheit. Warum das genau passiert und was im Körper passiert, wissen wir leider nicht. Generell reagiert der Körper aber meistens mit Kopfschmerzen, wenn ihm eine gewohnte Substanz verwehrt wird.

10. Magenprobleme Kein Appetit

Durch die Stoffwechselumstellung haben viele in der Anfangszeit absolut keinen Appetit und fragen uns immer wieder, ob das jetzt so bleibt.

Die Antwort ist natürlich nein! Nachdem du den Entzug hinter dir hast, kommt auch dein Appetit zurück. Das haben wir jetzt schon unzählige Male mitbekommen und auch selber erlebt.

Viele Cannabiskonsumenten leiden schon während der aktiven Kifferzeit unter dem Cannabis-Hyperemesis-Syndrom. Bauchschmerzen, gepaart mit Übelkeit und Erbrechen, sind die typischen Symptome dieser Krankheit.

In der Entzugszeit erwischt es dann höchstwahrscheinlich auch diejenigen, die bis dahin davon verschont wurden. Das liegt auch an der Stoffwechselumstellung. Die Verdauung ist gewissermaßen die Voraussetzung für einen Stoffwechsel.
Im Magen und im Darm werden die Nährstoffe nämlich in ihre Bestandteile zerlegt.

 

Magenprobleme durch Cannabis

11. Übelkeit

Wie oben schon beschrieben, hat der Magen während des Entzugs zu kämpfen und läuft auf Hochtouren. Ich bin zum Glück davon verschont geblieben, aber in unserer Community hören wir ständig von Übelkeit und Erbrechen. Das beginnt häufig in der ersten Phase und endet spätestens in der Bewältigungsphase.

12. Erhöhter Puls

Erhöhter Puls und Herzrasen können einem während des Entzugs schonmal Angst machen. Leider ist es keine Seltenheit. Die neue, ungewohnte Situation löst Stress aus. Dieser Stress kann sich dann durch einen hohen Puls bemerkbar machen.

Symptomatisch für Herzrasen nach regelmäßigem Cannabiskonsum ist eine Herzschlag-Frequenz von mehr als 100 Schlägen pro Minute. Dabei treten häufig zusätzliche Symptome wie Schwindel, Übelkeit oder auch Tinnitus auf.

In der Regel hält dieser Zustand aber nicht lange an. Es tritt meistens plötzlich auf und ist zum Glück nicht von langer Dauer.

Sollte das Herzrasen bei dir nicht wie beschrieben auftreten, solltest du unbedingt deinen Arzt aufsuchen. Damit will ich dir keine Angst machen. Es soll lediglich eine Herz-Rhythmus-Störung ausgeschlossen werden.

Erhöhter Puls von Cannabis

Wie kann ich Entzugserscheinungen nach dem Kiffen reduzieren?

Es gibt unzählige Möglichkeiten, Entzugserscheinungen durch Cannabis zu reduzieren oder auch sogar komplett verschwinden zu lassen. Dafür gibt es die Entzugskur! In unserem Onlinekurs findest du zu jeder Entzugserscheinungen mehrere Lösungsansätze. Einfache Tipps, Hausmittel oder auch rezeptfreie Präparate werden dir den Entzug um ein vielfaches erleichtern! Welche Entzugserscheinungen hast du gespürt als du mit dem Kiffen aufgehört hast oder bist du gerade dabei aufzuhören? Lass es und doch in den Kommentaren wissen 🙂

Ben Autor Cannabis

Über den Autor

Hi, ich bin Ben und bin seit 2018 Teil des AZK-Teams. Ich habe früh mit dem Kiffen angefangen und weiß, was es mit einem machen kann. Deswegen bin ich Autor auf diesem Infoportal geworden. In den Kommentaren kannst du gerne deine Meinung zu den jeweiligen Artikeln äußern. Würde mich freuen!

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6 Kommentare

  1. Habe vor knapp 8 Wochen aufgehört zu kiffen, hab über 10 Jahre 3g am Tag geraucht. Hatte eine panikattacke und seit dem keinen suchtdruck mehr und nicht mehr geraucht, jedoch fühle ich mich täglich benommen, und habe Schwindel… Kennt das jemand? Die Ärzte finden nichts und ich weiss nicht mehr weiter, habe Angst eine ernsthafte Krankheit zu haben. Über Erfahrungen in dieser Hinsicht wäre ich wirklich dankbar, Mfg anonymousclean

    1. Hi Anonymousclean! Das ist ganz normal, mach dir da keine Sorgen. Bei so einer Menge und einem so langen Zeitraum kann das alles schonmal länger dauern. Bei manchen war die Benommenheit noch nach einem Jahr zu spüren. Es wird aber von Woche zu Woche besser. Gib dir die Zeit und halte durch. Es wird sich lohnen!

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