Die 12 häufigsten Entzugserscheinungen durch Cannabis

Viele sagen immer noch: Kiffen ist harmlos und man kann jederzeit problemlos aufhören. Für viele Langzeitkiffer sieht die Realität aber anders aus. Wer über längere Zeit regelmäßig konsumiert hat, merkt oft schon innerhalb der ersten 24 Stunden, dass der Körper und der Kopf auf das fehlende THC reagieren.

Genau deshalb ist es so wichtig, die typischen Entzugserscheinungen durch Cannabis zu kennen. Nicht, um dir Angst zu machen, sondern damit du vorbereitet bist. Denn wenn du weißt, was passieren kann, wirst du während des Entzugs deutlich weniger von deinen Symptomen überrascht.

Wichtig ist dabei: Nicht alle Entzugserscheinungen müssen bei dir auftreten. Manche haben nur wenige Beschwerden, andere spüren den Entzug deutlich stärker. Beides ist möglich. Wenn du den Gesamtverlauf besser verstehen willst, lies auch den Beitrag – Die 3 Phasen des Cannabis-Entzugs.

Psychische Entzugserscheinungen nach dem Kiffen

Die psychischen Symptome sind für viele der anstrengendste Teil des Entzugs. Vor allem dann, wenn Cannabis lange genutzt wurde, um Stress, Probleme oder Gefühle zu betäuben. Nach dem Aufhören kommt vieles davon wieder an die Oberfläche.

1. Suchtdruck

Der Suchtdruck ist eine der bekanntesten Entzugserscheinungen überhaupt. Meistens beginnt er schon sehr früh. Plötzlich findest du in deinem Kopf wieder Gründe, warum du doch „nur heute“ nochmal rauchen könntest.

Genau das ist der Punkt, an dem viele schwach werden. Wichtig ist deshalb, dass du den Suchtdruck richtig einordnest. Er bedeutet nicht, dass du wirklich kiffen musst. Er zeigt nur, dass dein Gehirn gerade alte Muster abspielt.

Wenn du lernen willst, wie du damit umgehst, hilft dir auch der Beitrag Den Rückfall vermeiden und clean bleiben.

2. Innere Unruhe

Die innere Unruhe gehört für viele zu den unangenehmsten Symptomen in den ersten Tagen und Wochen. Man fühlt sich irgendwie nicht richtig im eigenen Körper, kommt nicht zur Ruhe und steht die ganze Zeit innerlich unter Spannung.

Typisch dafür sind:

  • kreisende Gedanken
  • Nervosität
  • Rastlosigkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • ein permanentes Unwohlgefühl

Gerade am Anfang ist diese Unruhe oft besonders stark. Das liegt daran, dass dein Körper und dein Nervensystem sich plötzlich neu einpendeln müssen.

3. Depressive Verstimmungen

Viele beschreiben die zweite Entzugsphase als eine Art Depriphase. Gemeint sind damit nicht automatisch schwere Depressionen, sondern eher depressive Verstimmungen, Antriebslosigkeit und das Gefühl, dass alles schwerer ist als sonst.

Das kann mehrere Gründe haben:

  • die ungewohnte neue Lebenssituation
  • fehlende Routinen
  • aufgestaute Gefühle
  • das fehlende THC

Wenn du gerade in dieser Phase steckst, ist es wichtig zu wissen: Das ist oft eine vorübergehende Reaktion und nicht automatisch dein neuer Dauerzustand.

4. Einsamkeitsgefühle

Das klingt für viele erstmal seltsam, ist aber tatsächlich eine Entzugserscheinung, von der erstaunlich viele berichten. Obwohl sich im Außen oft gar nichts verändert hat, fühlen sich manche Menschen plötzlich einsam oder innerlich abgeschnitten.

Selbst wenn Partner, Familie oder Freunde da sind, kann dieses Gefühl auftauchen. Warum genau das so ist, lässt sich nicht immer klar erklären. In der Praxis sehen wir aber immer wieder, dass es während des Entzugs vorkommt und meistens auch wieder verschwindet.

5. Angst

Die Angst vor dem Cannabis-Entzug selbst ist schon für viele ein riesiges Hindernis. Doch auch während des Entzugs können Angstgefühle stärker werden. Das betrifft vor allem Menschen, die sich vor der neuen Situation, vor Kontrollverlust oder vor ihrer Zukunft ohne Cannabis fürchten.

Typische Gedanken sind:

  • Schaffe ich das überhaupt?
  • Was, wenn ich wieder rückfällig werde?
  • Wie soll mein Leben ohne Kiffen aussehen?

Wenn dich genau das blockiert, lies unbedingt auch den Beitrag – 3 Methoden gegen die Angst vor dem Cannabis-Entzug.

6. Reizbarkeit

Die Reizbarkeit ist ein absoluter Klassiker. Viele merken schon nach kurzer Zeit, dass sie deutlich dünnhäutiger sind als sonst. Kleinigkeiten nerven plötzlich extrem, man reagiert schneller genervt und hat oft weniger Geduld mit anderen Menschen.

Das kann sich zeigen durch:

  • schnelles Genervtsein
  • impulsive Reaktionen
  • Streitlust
  • Gereiztheit im Alltag

Wenn das bei dir stark ist, hilft dir auch der Beitrag – Aggressionen: Warum Aufhören zu kiffen zu Wut führen kann.

Körperliche Entzugserscheinungen nach dem Kiffen

Viele unterschätzen, dass Cannabis-Entzug auch körperliche Symptome auslösen kann. Doch genau das passiert bei vielen regelmäßigen Konsumenten. Der Körper reagiert darauf, dass ihm plötzlich kein THC mehr zugeführt wird.

7. Schwitzen

Schwitzen ist vor allem in der ersten Phase ein sehr häufiges Symptom. Viele berichten davon, dass sie nachts stark schwitzen, teilweise das T-Shirt wechseln müssen oder tagsüber ein unangenehmes Schwitzgefühl haben.

Das ist zwar lästig, aber in vielen Fällen ein normales Zeichen dafür, dass dein Körper gerade auf Hochtouren arbeitet. Mehr dazu liest du im Beitrag – Warum schwitzt du während des Cannabis-Entzugs?

8. Schlafprobleme

Schlafprobleme gehören zu den häufigsten und belastendsten Entzugserscheinungen überhaupt. Viele können schlecht einschlafen, wachen ständig auf oder schlafen extrem unruhig.

Typisch sind:

  • stundenlang wachliegen
  • unruhiger Schlaf
  • häufiges Aufwachen
  • das Gefühl, nicht richtig zu regenerieren

Gerade weil fehlender Schlaf fast alle anderen Symptome verstärken kann, ist dieses Thema so wichtig. Wenn du nachts besonders zu kämpfen hast, helfen dir auch unsere Beiträge zu Baldrian, Lavendel oder Schlaftabletten als Notlösung.

9. Kopfschmerzen

Auch Kopfschmerzen treten im Cannabis-Entzug immer wieder auf. Sie können leicht sein oder dich phasenweise stärker belasten.

Oft hängen sie mit mehreren Dingen gleichzeitig zusammen:

  • Stress
  • Schlafmangel
  • Kreislaufveränderungen
  • allgemeine Umstellung des Körpers

Zum Glück sind Kopfschmerzen meist kein dauerhaftes Symptom, sondern eher etwas, das im Verlauf des Entzugs wieder nachlässt.

10. Appetitlosigkeit und Magenprobleme

Viele ehemalige Kiffer haben in der Anfangszeit kaum Hunger und merken, dass ihr Magen komplett anders reagiert als sonst. Das kann sich zeigen durch:

  • fehlenden Appetit
  • flaues Gefühl im Magen
  • Bauchschmerzen
  • Probleme beim Essen

Gerade nach langer Konsumzeit muss sich der Stoffwechsel oft erst wieder neu einspielen. Wenn dich das besonders belastet, lies auch den Beitrag – Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit während des Cannabis-Entzugs.

11. Übelkeit

Übelkeit tritt oft zusammen mit Magenproblemen auf. Manche spüren nur ein flaues Gefühl, andere berichten auch von stärkerer Übelkeit oder sogar Erbrechen.

Das ist besonders in den ersten Tagen unangenehm, verschwindet aber bei vielen wieder, sobald sich der Körper etwas beruhigt hat.

12. Erhöhter Puls und Herzrasen

Ein erhöhter Puls oder plötzliches Herzrasen kann im Entzug ebenfalls vorkommen. Gerade in stressigen Momenten oder bei starker innerer Unruhe reagiert der Körper oft empfindlicher.

Das kann beängstigend sein, ist aber nicht automatisch etwas Gefährliches. Wichtig ist nur, dass du aufmerksam bleibst. Wenn das Herzrasen sehr stark ist oder länger anhält, solltest du es ärztlich abklären lassen. Mehr dazu findest du im Beitrag – Erhöhter Blutdruck während des Cannabis-Entzugs.

Wie kann ich Entzugserscheinungen nach dem Kiffen reduzieren?

Die gute Nachricht ist: Du musst diese Phase nicht einfach nur aussitzen. Es gibt viele Möglichkeiten, Entzugserscheinungen zu lindern oder besser abzufangen.

Dazu gehören unter anderem:

  • gute Vorbereitung
  • genug trinken
  • Bewegung
  • feste Routinen
  • ausreichend Schlafhygiene
  • natürliche Hilfsmittel
  • Unterstützung durch andere

Wenn du praktische Hilfe suchst, dann lies auch den Beitrag – 15 Tipps für den Cannabis-Entzug.

Fazit: Entzugserscheinungen durch Cannabis sind real, aber vorübergehend

Die 12 häufigsten Entzugserscheinungen durch Cannabis zeigen ziemlich deutlich: Der Cannabis-Entzug ist für viele weder eingebildet noch nur Kopfsache. Körper und Psyche reagieren oft ganz real auf das fehlende THC.

Wichtig ist aber auch: Diese Symptome sind in den meisten Fällen vorübergehend. Sie bedeuten nicht, dass mit dir etwas nicht stimmt. Sie zeigen nur, dass dein Körper gerade dabei ist, sich umzustellen.

Und wenn du den Cannabis-Entzug nicht nur irgendwie überstehen, sondern dein Leben wirklich verändern willst, dann ist unser neu entwickeltes Online-Programm genau das Richtige für dich. Dort zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du die Entzugsphase durchziehst, Rückfälle vermeidest und zu dem Menschen wirst, der du schon lange sein wolltest, damit du endlich das Leben führst, das du dir insgeheim schon so lange wünschst.

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