
Viele Menschen möchten mit dem Kiffen aufhören, haben aber Angst vor den möglichen Entzugserscheinungen. Schlafprobleme, innere Unruhe, Angstgefühle oder Stimmungsschwankungen können den Entzug besonders in den ersten Wochen schwierig machen.
Eine Frage bekommen wir deshalb immer wieder gestellt: Gibt es Medikamente, die beim Cannabis-Entzug helfen können?
Die kurze Antwort lautet: Ja und nein. Es gibt bis heute kein speziell entwickeltes Medikament gegen Cannabisabhängigkeit, aber es gibt verschiedene Medikamente und Hilfsmittel, die einzelne Symptome deutlich lindern können.
Während des Entzugs können viele verschiedene Symptome auftreten. Manche Menschen haben nur leichte Beschwerden, andere kämpfen mit mehreren Problemen gleichzeitig.
Wenn du wissen möchtest, welche Beschwerden besonders häufig auftreten, findest du eine Übersicht im Beitrag Die 12 häufigsten Entzugserscheinungen durch Cannabis.
Je nach Situation kommen unterschiedliche Medikamente oder Hilfsmittel infrage.
Wenn der Entzug unter ärztlicher Betreuung oder in einer Klinik stattfindet, können verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente eingesetzt werden.
Dazu gehören zum Beispiel:
Schlafmittel (z.B. Lormetazepam)
Sie können kurzfristig helfen, starke Schlafprobleme zu behandeln.
Antiemetika
Diese Medikamente helfen gegen Übelkeit und Erbrechen.
Anxiolytika
Sie können Angstzustände und Nervosität reduzieren.
Betablocker
Sie werden manchmal eingesetzt, um körperliche Symptome wie Herzrasen oder Zittern zu lindern.
Antidepressiva
Bei Menschen mit Depressionen können sie helfen, die Stimmung zu stabilisieren.
Antipsychotika
In seltenen Fällen werden sie eingesetzt, wenn schwere psychische Symptome auftreten.
Diese Medikamente werden jedoch nur unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt und sind nicht für den eigenständigen Gebrauch gedacht.
Viele Menschen führen ihren Cannabis-Entzug zuhause durch. In diesem Fall greifen viele zu pflanzlichen oder rezeptfreien Hilfsmitteln, um bestimmte Symptome zu lindern.
Über die letzten Jahre haben sich einige Mittel besonders bewährt. Drei davon werden von unserer Community besonders häufig empfohlen.
Das mit Abstand am häufigsten empfohlene Hilfsmittel ist CBD-Öl.
CBD kann bei vielen typischen Entzugserscheinungen helfen, zum Beispiel:
Schlafprobleme
Angstzustände
innere Unruhe
Aggressivität
Appetitverlust
Magen-Darm-Beschwerden
Schwitzen oder Zittern
Ein besonders beliebtes Produkt ist Swiss FX CBD Öl.
Viele Menschen berichten, dass CBD ihnen vor allem in der ersten Phase des Cannabis-Entzugs sehr geholfen hat.
Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, lies auch den Beitrag Kiffen aufhören mit CBD – eine effektive Unterstützung?
Ein weiteres bewährtes Hilfsmittel ist Lavendel.
Lavendel wird schon lange als natürliches Mittel gegen Stress, Angst und innere Unruhe eingesetzt. Gerade nach dem letzten Joint berichten viele Menschen von starken emotionalen Schwankungen.
Lavendel kann helfen, das Nervensystem zu beruhigen und den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Ein häufig empfohlenes Produkt sind Lasea Lavendel-Kapseln.
Mehr über die Wirkung erfährst du im Artikel Lavendel – das günstige Hilfsmittel für den Cannabis-Entzug.
Wenn dein größtes Problem Schlafstörungen sind, kann Baldrian eine gute Unterstützung sein.
Viele ehemalige Konsumenten berichten, dass sie in den ersten Tagen nach dem Aufhören kaum schlafen können. Genau das führt oft dazu, dass Menschen den Entzug abbrechen.
Baldrian wirkt beruhigend auf das Nervensystem und kann dabei helfen, leichter einzuschlafen.
Ein häufig genutztes Produkt sind Baldriparan Baldrian Dragees.
Eine ausführliche Erklärung findest du im Beitrag Cannabis-Entzug – stark durch die Nacht mit Baldrian.
Nicht jedes Medikament ist für den Cannabis-Entzug geeignet.
Einige Mittel können sogar problematisch sein.
Benzodiazepine
Diese Medikamente können zwar gegen Angst und Schlafprobleme helfen, haben jedoch ein hohes Abhängigkeitspotenzial.
Opioidhaltige Schmerzmittel
Opioide können starke Schmerzen lindern, sind aber völlig ungeeignet für den Cannabis-Entzug und bergen ein sehr hohes Suchtpotenzial.
Der Einsatz solcher Medikamente sollte deshalb immer nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
Es gibt kein spezielles Medikament, das den Cannabis-Entzug komplett verhindert. Trotzdem können verschiedene Hilfsmittel helfen, die typischen Entzugserscheinungen zu lindern.
Besonders bewährt haben sich:
CBD-Öl gegen viele verschiedene Symptome
Lavendel gegen Stress und innere Unruhe
Baldrian gegen Schlafprobleme
Diese Hilfsmittel sind zwar keine Wunderlösung, können aber den Entzug deutlich erleichtern und helfen, die schwierigsten Tage besser zu überstehen.
Wenn du gerade überlegst aufzuhören, kann dir auch der Beitrag Vorbereitung auf den Cannabis-Entzug helfen, dich optimal auf diese Phase vorzubereiten.