
Rote Augen vom Kiffen kennt fast jeder, der schon einmal Cannabis konsumiert hat. Die Augen sehen plötzlich so aus, als wäre man stundenlang im Schwimmbad gewesen. Genau deshalb gehören rote Augen zu den auffälligsten Anzeichen nach dem Konsum. Wer sich grundsätzlich fragt, woran man Cannabis-Konsum äußerlich erkennt, findet dazu auch den Beitrag – Daran erkennst du, ob jemand gekifft hat.
Die entscheidenden Fragen sind dabei immer dieselben: Warum werden die Augen überhaupt rot und was kann man dagegen tun? Genau das schauen wir uns hier an.
Der Hauptgrund für rote Augen beim Kiffen ist THC, also der psychoaktive Wirkstoff in Cannabis. THC beeinflusst unter anderem die Blutgefäße im Körper. Dazu gehören auch die feinen Gefäße in den Augen. Sie erweitern sich, der Blutfluss nimmt zu und die Augen wirken sichtbar röter.
Zusätzlich sinkt nach dem Konsum bei vielen Menschen der Augeninnendruck. Auch das trägt dazu bei, dass die Adern in den Augen stärker hervortreten. Genau deshalb sind rote Augen ein so typischer Effekt von Cannabis.
Wenn du besser verstehen willst, wie THC grundsätzlich im Körper wirkt, lies auch – Der Unterschied zwischen THC und CBD.
Ein zweiter wichtiger Punkt ist die Trockenheit der Augen. Cannabis kann dazu führen, dass die Schleimhäute trockener werden. Das betrifft nicht nur den Mund, sondern oft auch die Augen. Werden die Augen trockener, reagieren sie empfindlicher und wirken schneller gereizt.
Gerade wenn zusätzlich in geschlossenen Räumen geraucht wird, kommt noch der Rauch selbst dazu. Dieser kann den Tränenfilm auf dem Auge reizen und die Rötung verstärken. Dann liegt die Ursache nicht nur am THC, sondern auch an der direkten Reizung durch den Rauch.
Eigentlich soll dieser Beitrag vor allem aufklären. Trotzdem gibt es natürlich viele, die wissen wollen, was man gegen rote Augen tun kann. Die wirksamsten Möglichkeiten sind ziemlich simpel.
Die schnellste und verlässlichste Lösung sind Augentropfen. Sie helfen dabei, die gereizten Augen zu beruhigen und die sichtbare Rötung zu reduzieren. Vor allem dann, wenn die Augen trocken sind, kann das spürbar helfen.
Viele Menschen greifen genau deshalb als Erstes zu Augentropfen, wenn die Augen nach dem Konsum auffällig rot geworden sind.
Cannabis belastet den Flüssigkeitshaushalt. Viele kennen den typischen trockenen Mund direkt nach dem Kiffen. Dasselbe Prinzip kann sich auch bei den Augen bemerkbar machen. Wer ausreichend trinkt, unterstützt den Körper dabei, Schleimhäute und Gewebe besser zu versorgen.
Wasser ist dabei die einfachste Lösung. Auch ungesüßter Tee kann helfen. Ausreichend Flüssigkeit macht rote Augen nicht sofort weg, kann aber die Reizung abschwächen.
Kaffee wird oft als Hausmittel gegen rote Augen genannt. Der Grund ist, dass Koffein auf die Gefäße wirken kann. Bei manchen wirkt das tatsächlich leicht abschwellend oder gefäßverengend. Verlassen sollte man sich darauf aber nicht zu stark. Als kleines Hilfsmittel kann es funktionieren, die sicherere Lösung bleiben trotzdem Augentropfen und ausreichend Flüssigkeit.
Gurkenscheiben sind ein klassischer Trick, weil sie kühlend und befeuchtend wirken. Sie können die Augen beruhigen und kurzfristig für ein angenehmeres Gefühl sorgen. Das ist eher eine kleine Unterstützung als eine echte Sofortlösung, aber schaden tut es nicht.
In vielen Fällen ja, aber nicht immer gleich stark. Wie deutlich die Rötung ausfällt, hängt unter anderem davon ab, wie empfindlich die Person reagiert, wie viel konsumiert wurde und welche Konsumform gewählt wurde.
Wichtig ist: Nicht nur das Rauchen kann rote Augen verursachen. Auch wenn THC über Edibles, Tee oder andere Formen aufgenommen wird, gelangt es in den Blutkreislauf und kann denselben Effekt auslösen.
Normalerweise sind rote Augen vom Kiffen nicht gefährlich. Sie sind vor allem unangenehm oder auffällig, verschwinden aber meistens von selbst wieder.
Anders sieht es aus, wenn zusätzlich starke Schmerzen, Sehprobleme oder eine bekannte Augenerkrankung dazukommen. Dann sollte das ärztlich abgeklärt werden. Für gesunde Menschen sind rote Augen nach dem Konsum in der Regel eher ein optisches Problem als eine echte Gefahr.
Wenn du mehr über weitere körperliche Effekte von Cannabis wissen willst, schau dir auch Auswirkungen von Cannabis auf den Körper an.
Rote Augen vom Kiffen entstehen vor allem durch die Wirkung von THC auf die Blutgefäße und werden oft durch trockene oder gereizte Augen zusätzlich verstärkt. Besonders auffällig wird das, wenn noch Rauch und trockene Raumluft dazukommen.
Harmlos sind rote Augen meistens schon, angenehm aber nicht. Wer die Rötung reduzieren will, fährt mit Augentropfen, ausreichend Flüssigkeit und etwas Geduld am besten. Und wer merkt, dass genau solche sichtbaren Veränderungen immer häufiger werden, sollte sich vielleicht auch die ehrlichere Frage stellen, ob der Konsum einem wirklich noch guttut.