
Omega-3 im Cannabis-Entzug: Wie es dem Gehirn hilft
ist ein Thema, bei dem viele erst anfangen zu suchen, wenn es schon unangenehm geworden ist. Vielleicht bist du gerade mitten im Konsum, mitten im Entzug...
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Wenn die ersten Nächte ohne Joint hart werden, willst du nicht erst in die Apotheke fahren. Du brauchst etwas, das jetzt schon in deiner Küche oder im Bad steht.
Genau darum geht es hier: acht Hausmittel, die keine Wunder vollbringen, dir aber durch die nächste Stunde helfen können.
Die 8 Hausmittel auf einen Blick
Im Entzug zählt vor allem, was sofort da ist. Ein Mittel, das zwei Tage Lieferzeit hat, hilft dir um 22 Uhr nicht. Und was teuer ist, sparst du dir für die ganz schlimmen Momente auf, die dann öfter kommen, als dir lieb ist.
Hausmittel sind sofort greifbar, kosten fast nichts und haben kaum Nebenwirkungen. Sei trotzdem ehrlich zu dir: Keins davon wurde speziell im Cannabis-Entzug untersucht. Sie lindern einzelne Beschwerden und machen eine schwere Stunde leichter, den Entzug selbst nehmen sie dir nicht ab.
Welche Beschwerde wann kommt, hilft dir bei der Auswahl. In den ersten Tagen geht es vor allem um Schlaf, Schwitzen und den Magen. Danach wird der Körper ruhiger, und die Gefühle und der Suchtdruck stehen mehr im Vordergrund.
Was nach dem letzten Joint passiert
Die Nächte sind für viele das Härteste. THC hat jahrelang das Einschlafen übernommen, jetzt muss dein Körper das wieder selbst lernen. Die folgenden vier Mittel machen das nicht für dich, aber sie geben dem Abend einen ruhigeren Rahmen.
Eine Tasse warme Milch mit einem Löffel Honig, langsam getrunken, etwa eine halbe Stunde vor dem Schlafen. Dass die Milch selbst müde macht, ist nicht belegt. Was wirkt, ist das Ritual: Die Tasse sagt deinem Körper, dass der Tag vorbei ist.
Gerade wenn früher der Abendjoint dieses Signal war, brauchst du etwas, das seinen Platz einnimmt. Die warme Tasse in der Hand ist dafür ein guter Anfang.
Kamillentee ist das bekannteste Hausmittel für die Nacht, und hier gibt es zumindest ein paar Studien. Eine Auswertung von zwölf Studien ergab, dass Kamille die Schlafqualität verbessert. Gegen echte Schlaflosigkeit zeigte sich dagegen kein klarer Effekt.
Erwarte also keine Schlaftablette. Als Teil deiner Abendroutine kann der Tee dir aber helfen, leichter runterzukommen. Lass ihn ein paar Minuten länger ziehen als üblich und trink ihn ohne Hektik.
Eine warme Dusche oder ein warmes Bad ein bis zwei Stunden vor dem Schlafen hilft beim Einschlafen. Das ist eins der besser belegten Hausmittel: Schon zehn Minuten warmes Wasser verkürzten in Studien die Zeit bis zum Einschlafen. Danach gibt dein Körper Wärme ab, und genau dieses Abkühlen macht müde.
Gegen das nächtliche Schwitzen hilft dann ein kühles Schlafzimmer, eine dünnere Decke und ein frisches Shirt neben dem Bett. Wenn du nachts nass aufwachst, ziehst du dich kurz um, statt eine Stunde im feuchten Bett zu liegen. Wenn du nachts trotzdem unruhig liegst, kannst du zusätzlich eine Erdungsmatte im Cannabis-Entzug ausprobieren, ein Wundermittel ist sie aber nicht.
Salbei ist ein altes Hausmittel gegen starkes Schwitzen. Die europäische Arzneimittelbehörde führt Salbeiblätter als traditionelles pflanzliches Mittel dafür, also aufgrund langer Erfahrung und nicht wegen guter Studien. Für einen Tee nimmt man etwa zwei Gramm Salbeiblätter auf eine Tasse kochendes Wasser.
In der Schwangerschaft, in der Stillzeit und unter 18 wird Salbei nicht empfohlen. Wenn du Vorerkrankungen hast oder Medikamente nimmst, frag vorher in der Apotheke.
Wenn die Nächte trotz allem lange schlecht bleiben, findest du mehr in Ohne Cannabis schlafen. Hausmittel sind dort nur ein Baustein, die ganze Abendroutine zählt mehr.
In den ersten Tagen ist der Appetit bei vielen weg, manche haben Bauchweh oder ihnen ist übel. Das gehört zu den typischen Beschwerden und geht meist nach ein bis zwei Wochen zurück. Bis dahin helfen zwei einfache Dinge aus der Küche.
Schneide ein daumengroßes Stück frischen Ingwer in dünne Scheiben und gieß es mit heißem Wasser auf. Nach zehn Minuten Ziehzeit kannst du etwas Zitrone oder Honig dazugeben. Ingwer ist eins der wenigen Hausmittel mit Studien gegen Übelkeit, vor allem bei Schwangeren.
Im Cannabis-Entzug wurde Ingwer nicht getestet. Wenn dir in den ersten Tagen flau ist, ist er trotzdem einen Versuch wert. Wenn du Medikamente nimmst oder schwanger bist, frag bei größeren Mengen vorher in der Apotheke.
Wenn du nichts runterbekommst, iss etwas, das den Magen nicht weiter reizt. Zwieback, trockenes Brot und eine Banane sind die klassische Schonkost, die schon deine Oma empfohlen hätte. Wichtig ist, dass überhaupt etwas reinkommt, denn mit leerem Magen werden Laune und Kreislauf schnell schlechter.
Iss lieber kleine Portionen über den Tag verteilt als eine große Mahlzeit. Meist kommt der Appetit nach ein paar Tagen von allein zurück.

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Suchtdruck kommt in Wellen. Er wird stärker, erreicht einen Höhepunkt und flaut wieder ab, auch wenn es sich in dem Moment nicht so anfühlt. Was du in diesen Minuten tust, entscheidet, ob du die Welle durchstehst. Die beiden Mittel hier holen dich aus dem Gedankenkarussell raus.
Halt dein Gesicht eine halbe Minute unter kaltes Wasser oder leg einen nassen, kalten Waschlappen darauf. Das löst den sogenannten Tauchreflex aus. Dein Puls wird langsamer, und dein Körper schaltet einen Gang runter. Trink danach in Ruhe ein großes Glas kaltes Wasser.
Dass der Tauchreflex den Puls senkt, ist gut belegt. Ob er direkt gegen Suchtdruck hilft, wurde nicht untersucht. Viele merken aber, dass die Welle danach weniger Kraft hat.
Ein Eiswürfel, ein Stück roher Ingwer, ein scharfes Bonbon oder ein paar Wasabi-Nüsse. Der starke Reiz im Mund lenkt deinen Kopf auf etwas Konkretes. Für einen Moment bist du mit dem Brennen oder der Kälte beschäftigt und nicht mit dem Gedanken an den Joint.
Dafür gibt es keine Studie, das ist reine Erfahrung. Es klappt nicht jedes Mal, aber oft genug, um es auszuprobieren. Mehr Möglichkeiten, in solchen Momenten runterzukommen, findest du in Was beruhigt bei Cannabis-Entzug.
Nicht jedes Hausmittel ist gleich gut untersucht. Die Übersicht zeigt dir, wofür du welches Mittel nimmst und wie gut es untersucht ist.
Hausmittel im Entzug im Überblick
| Hausmittel | Wofür | Was die Studien sagen |
|---|---|---|
| Warme Milch mit Honig | Einschlafen | keine Belege, wirkt als Ritual |
| Kamillentee | Einschlafen | bessere Schlafqualität, kein klarer Effekt bei Schlaflosigkeit |
| Warm duschen | Einschlafen | schnelleres Einschlafen, wenn 1 bis 2 Stunden vorher |
| Salbeitee | nächtliches Schwitzen | traditionell anerkannt, kaum Studien |
| Frischer Ingwer | Übelkeit | lindert Übelkeit in Studien mit Schwangeren |
| Zwieback, Banane, Brot | Magen und Appetit | klassische Schonkost, keine Studien |
| Kaltes Wasser ins Gesicht | Suchtdruck | senkt den Puls, bei Suchtdruck nicht untersucht |
| Scharfes oder Eiskaltes | Suchtdruck | keine Studien, nur Erfahrung |
Nicht alles, was als natürlich oder als Omas Trick verkauft wird, hilft dir im Entzug. Diese Dinge hörst du oft, und meistens enttäuschen sie.
Wenn du alle acht auf einmal probierst, weißt du am Ende nicht, was dir geholfen hat. Such dir lieber für jede Tageszeit ein oder zwei Mittel aus und bleib ein paar Tage dabei.
Morgens ein großes Glas Wasser, etwas Kleines essen, auch ohne Appetit, und eine Viertelstunde an die frische Luft. Tagsüber bei Übelkeit Ingwer oder Zwieback, bei Suchtdruck kaltes Wasser ins Gesicht oder etwas Scharfes im Mund.
Abends ein bis zwei Stunden vor dem Schlafen warm duschen, danach Kamillentee oder warme Milch, das Schlafzimmer kühl halten und ein frisches Shirt bereitlegen. Wenn du mehr Unterstützung brauchst, zum Beispiel beim Schlaf, lies Magnesium im Cannabis-Entzug.
Hausmittel bringen dich durch die nächste Stunde, aber sie ersetzen keinen Plan für die nächsten Wochen. Den brauchst du, wenn der Suchtdruck abends lauter wird als jeder Tee. Unser Online-Programm begleitet dich Schritt für Schritt durch den Entzug, vom letzten Joint bis zu dem Punkt, an dem du nicht mehr jeden Abend kämpfen musst.
Kaltes Wasser im Gesicht und Scharfes im Mund wirken innerhalb von Minuten. Tees und eine warme Dusche brauchen etwas länger und wirken am besten als feste Abendroutine über mehrere Tage, nicht als einmaliger Versuch.
Für leichte Beschwerden in den ersten Tagen reichen sie vielen. Wenn du nach ein bis zwei Wochen immer noch kaum schläfst oder sehr unruhig bist, sprich mit deinem Hausarzt oder in der Apotheke. Was Hausmittel nie ersetzen: Bewegung, Tageslicht und einen festen Schlafrhythmus.
Iss kleine Portionen Schonkost wie Zwieback, Banane oder etwas Reis und lass Kaffee, Fettiges und Alkohol weg. Wenn du dich mehrfach übergibst oder es nach zwei bis drei Tagen nicht besser wird, lass dich beim Hausarzt durchchecken.
Kamille und Ingwer vertragen die meisten gut. Salbei ist in der Schwangerschaft, in der Stillzeit und unter 18 nicht empfohlen. Wenn du Vorerkrankungen hast, schwanger bist oder Medikamente nimmst, frag vorher in der Apotheke.
Bei starker Angst, Panikattacken, Niedergeschlagenheit über mehr als zwei Wochen, Gedanken an Selbstmord oder Beschwerden, die du nicht einordnen kannst. Dann ist eine Beratungsstelle für Cannabiskonsumenten oder dein Hausarzt der nächste Schritt, die Beratung ist kostenlos und auf Wunsch anonym.

Über den Autor
Sabrina S. · Gesundheitscoach
Sabrina S. ist Gesundheitscoach und wurde vom AZK-Team engagiert. Sie kennt sich mit Gesundheit aus und mit allem, was aktive Bewegung betrifft. Deshalb schreibt sie über Themen, bei denen Gesundheit und Bewegung zusammenkommen.
Mehr über das AZK-Team →
Sabrina S. · 16. September 2026
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