
Omega-3 im Cannabis-Entzug: Wie es dem Gehirn hilft
ist ein Thema, bei dem viele erst anfangen zu suchen, wenn es schon unangenehm geworden ist. Vielleicht bist du gerade mitten im Konsum, mitten im Entzug...
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Im Cannabis-Entzug suchen viele nach etwas Natürlichem gegen Unruhe, Angst und schlechten Schlaf. Gerade in den ersten Wochen reagiert dein Nervensystem stark, weil es ohne THC erst wieder lernen muss runterzukommen. Wem CBD zu teuer ist, landet früher oder später beim Lavendel. Als Kapsel ist er mehr als ein Wohlfühlprodukt, denn daraus gibt es ein zugelassenes Arzneimittel, das in Studien gegen Unruhe und Angst getestet wurde.
Das Wichtigste in Kürze
Wenn du lange gekifft hast, hat THC einen Teil der Beruhigung für dich erledigt. Fällt es weg, läuft dein Nervensystem erstmal heiß. Nervosität, Reizbarkeit, Angst und schlechter Schlaf gehören zu den häufigsten Beschwerden im Cannabis-Entzug.
Das Fiese daran: Die Beschwerden schaukeln sich gegenseitig hoch. Wer abends unruhig ist, schläft schlecht, und wer schlecht schläft, ist am nächsten Tag noch dünnhäutiger.
Wie Unruhe und schlechter Schlaf sich hochschaukeln
Genau an dieser Stelle kann Lavendel ansetzen: Er soll die Unruhe dämpfen, ohne dich wegzuschalten. Welche Beschwerden im Entzug sonst noch kommen können, steht in Die 12 häufigsten Entzugserscheinungen durch Cannabis.
Lavendel ist eine Pflanze aus dem Mittelmeerraum, bekannt für ihren Duft und die violetten Blüten. Aus den Blüten wird Lavendelöl gewonnen. Die wichtigsten Wirkstoffe darin heißen Linalool und Linalylacetat.
Lavendel gibt es als Tee, Duftöl, Badezusatz und Kapsel. Wirklich gut untersucht ist aber nur eine Form: das Lavendelöl Silexan als Kapsel mit 80 mg. Alle Studien weiter unten beziehen sich auf genau dieses Präparat.
Tee oder Duftlampe können ein schönes Abendritual sein. Mehr solltest du davon aber nicht erwarten. Ätherisches Lavendelöl aus der Drogerie ist außerdem nicht zum Schlucken gedacht.
Zu Silexan gibt es mehrere Doppelblindstudien, die meisten von der Forschergruppe um den Wiener Psychiater Siegfried Kasper. Untersucht wurden Erwachsene mit Angst und innerer Unruhe, über sechs bis zehn Wochen.
Was Studien zu Lavendelöl-Kapseln zeigen
| Studie | Wer untersucht wurde | Was herauskam |
|---|---|---|
| Kasper 2010 | 221 Erwachsene mit Angst und Unruhe, 10 Wochen | Angstwert sank um 16 Punkte, mit Scheinmedikament um 9,5. Der Schlaf wurde besser, ohne dass die Kapsel müde machte. |
| Woelk und Schläfke 2010 | Erwachsene mit Angststörung, Vergleich mit dem Benzo Lorazepam | Angst ging ähnlich stark zurück wie mit Lorazepam, ohne müde zu machen |
| Kasper 2014 | 539 Erwachsene mit Angststörung, 10 Wochen | besser als Scheinmedikament, weniger Nebenwirkungen als das Antidepressivum Paroxetin |
| Dold 2023 | Auswertung von 5 Studien mit 1.213 Menschen | deutlich besser als Scheinmedikament, gut verträglich |
Das klingt stark, und für ein pflanzliches Mittel ist es das auch. Ehrlich dazugesagt: An den meisten dieser Studien waren Mitarbeiter des Herstellers beteiligt. Unabhängige Studien gibt es bisher wenige.
Und es gibt keine einzige Studie, die Lavendel gezielt im Cannabis-Entzug getestet hat. Dass er dort helfen kann, schließen wir aus den Angststudien und aus den Erfahrungen unserer Community. Eine Garantie ist das nicht.
Nach einer Laborstudie von 2013 bremst Lavendelöl bestimmte Calciumkanäle an den Nervenzellen. Über diese Kanäle feuern die Zellen ihre Signale ab. Werden sie gedämpft, beruhigen sich überaktive Nervenzellen, ohne dass du davon betäubt wirst.
Eine Hirnscan-Studie zeigt außerdem, dass Lavendelöl am Serotonin-System ansetzt, also dort, wo auch viele Mittel gegen Angst wirken. Deshalb wirkt es anders als ein klassisches Beruhigungsmittel und macht in der Regel nicht müde.
Aus unserer Erfahrung mit Menschen im Cannabis-Entzug sind Lavendel-Kapseln am praktischsten. Du schluckst einmal am Tag eine Kapsel und musst nichts abmessen. Außerdem ist genau diese Form durch die Studien gedeckt.
Unser Tipp: die Lasea Lavendel-Kapseln. Darin steckt das Lavendelöl Silexan aus den Studien. Viele aus unserer Community berichten, dass ihnen die Kapseln bei innerer Unruhe, Stress und schlechtem Schlaf geholfen haben.
Laut Fachinformation nimmst du als Erwachsener eine Kapsel am Tag, möglichst immer zur gleichen Zeit. Schluck sie unzerkaut mit einem Glas Wasser und nicht im Liegen.
In den Studien haben die Teilnehmer Lavendel über mehrere Wochen genommen. Rechne also nicht damit, dass die erste Kapsel schon den Unterschied macht. Nimm Lasea höchstens drei Monate am Stück. Merkst du nach einem Monat keine Besserung, geh zum Arzt.
Mehr als eine Kapsel am Tag solltest du nur nach Rücksprache mit deinem Arzt nehmen.

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Lavendelöl-Kapseln gelten als gut verträglich. Am häufigsten ist Aufstoßen mit Lavendelgeschmack, das betrifft bis zu 10 von 100 Menschen. Dazu können andere Magen-Darm-Beschwerden und allergische Hautreaktionen kommen.
In Einzelfällen wurden starke allergische Reaktionen mit Schwellungen, Kreislauf- oder Atemproblemen berichtet. Dann sofort absetzen und einen Arzt rufen.
Nicht nehmen solltest du Lasea bei Leberproblemen und unter 18 Jahren. In Schwangerschaft und Stillzeit wird es nicht empfohlen. Nimmst du andere Beruhigungsmittel, Mittel gegen Angst oder trinkst du Alkohol, sprich vorher mit deiner Ärztin oder in der Apotheke.
Lavendel passt am besten, wenn Unruhe und Angst im Vordergrund stehen, auch tagsüber. Baldrian zielt eher auf den Schlaf und wird abends genommen. Wie das genau läuft, steht in Baldrian im Cannabis-Entzug.
CBD wirkt über andere Wege und ist für viele die erste Wahl, kostet aber meist mehr. Was CBD im Entzug kann, liest du in Kiffen aufhören mit CBD. Willst du mehrere Mittel kombinieren, frag vorher in der Apotheke. Einen Überblick über alles, was im Entzug beruhigt, findest du in Was beruhigt bei Cannabis-Entzug?
Einige aus unserer Community berichten, dass Lavendel ihnen vor allem bei innerer Unruhe und Angst geholfen hat. Eine Nutzerin hatte im Entzug starke Nervosität und wurde mit den Kapseln deutlich ruhiger.
Ein anderer erzählte, dass er mit Lavendel besser schlief und die zweite Phase des Entzugs dadurch leichter war. Weitere Geschichten findest du in den Erfahrungsberichten über den Cannabis-Entzug.
Lavendel ist eine günstige Alternative zu CBD, wenn dich im Entzug vor allem Unruhe, Angst und schlechter Schlaf plagen. Er nimmt dir nicht den ganzen Entzug ab, kann die Spitzen aber spürbar abfedern.
Bereite dich gut auf die ersten Wochen vor, dabei hilft dir Vorbereitung auf den Cannabis-Entzug.
Ein Hilfsmittel wie Lavendel kann die Unruhe dämpfen, aber es ersetzt keinen Plan. Unser Online-Programm begleitet dich Schritt für Schritt durch den Entzug, auch durch die Abende, an denen die Unruhe am stärksten ist.
Lavendel kann Unruhe, Angst und Schlafprobleme lindern, das zeigen Studien bei Menschen mit Angst. Im Cannabis-Entzug selbst wurde er nicht getestet. Viele aus unserer Community berichten aber, dass er ihnen in dieser Zeit geholfen hat.
In den Studien hat Lavendelöl nicht müde gemacht und kein Abhängigkeitspotenzial gezeigt. Das ist der große Unterschied zu Benzodiazepinen. Fühlst du dich trotzdem müde, fahr nicht Auto.
Rechne mit einigen Tagen bis Wochen. In den Studien wurde Lavendelöl über sechs bis zehn Wochen genommen. Merkst du nach einem Monat gar nichts, sprich mit deinem Arzt.
Laut Fachinformation höchstens drei Monate am Stück. Längere Studien gibt es nicht. Für die schwersten Wochen im Entzug reicht dieser Zeitraum meist gut aus.
Nein, dazu gibt es keine vergleichbaren Studien. Tee und Duft können ein angenehmes Ritual sein, die Wirkung der Kapseln mit festgelegter Menge Lavendelöl erreichen sie aber nicht.
Dazu gibt es keine Studien. Laut Fachinformation soll Lasea vorsichtshalber nicht zusammen mit anderen Beruhigungsmitteln oder Alkohol genommen werden. Frag deshalb vorher in der Apotheke oder bei deiner Ärztin.

Über den Autor
Devin M. · Coach
Devin M. war selbst süchtig und hat über Yoga und Meditation aus der Sucht herausgefunden. Heute arbeitet er als Coach und hilft Männern dabei, sich ein besseres Leben aufzubauen. Seine Perspektive kommt aus eigener Erfahrung und aus seiner heutigen Arbeit mit Männern.
Mehr über das AZK-Team →
Sabrina S. · 16. September 2026
ist ein Thema, bei dem viele erst anfangen zu suchen, wenn es schon unangenehm geworden ist. Vielleicht bist du gerade mitten im Konsum, mitten im Entzug...
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Sabrina S. · 16. September 2026
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